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Welt-Alzheimertag
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Demenzkranken ein Leben in Würde ermöglichen
Zum Welt-Alzheimertag am 21. September 2002
Derzeit leiden nahezu eine Million Menschen in Deutschland an Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen. Die Zahl der Erkrankten wird mit der steigenden Zahl der hochaltrigen Menschen weiter wachsen. Die überwiegende Mehrheit der Demenzerkrankten wird von ihren Angehörigen gepflegt, doch auch in den Heimen nimmt die Zahl der Menschen mit Demenzerkrankungen zu. In vielen Heimen sind mehr als die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner demenzkrank.
Anlässlich des Welt-Alzheimertags 2002 erklärt Dr. Christine Bergmann: "Die steigende Zahl der Demenzerkrankungen stellt uns vor große Herausforderungen. Unser Ziel ist es, dass ältere Menschen möglichst lange selbstständig bleiben können und den Schutz und die Hilfe erhalten, die sie brauchen. Damit Demenzerkrankte in Würde leben können, brauchen sie ein Umfeld und eine Betreuung, die auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet sind. Dabei sind der Ausbau und die Weiterentwicklung von Versorgungsstrukturen, die Qualifizierung des Pflegepersonals und die Unterstützung für pflegende Angehörige von großer Bedeutung.
Mit der Novellierung von Heimgesetz und Heimmitwirkungsverordnung, dem Pflegequalitätssicherungsgesetz und dem Altenpflegegesetz hat die Bundesregierung den Reformstau in der Seniorenpolitik aufgelöst und die Rahmenbedingungen für die Altenhilfe wesentlich verbessert. Für demenzkranke Pflegebedürftige haben wir mit dem Pflegeleistungsergänzungsgesetz einen Anspruch auf einen zusätzlichen Betreuungsbetrag von 460 Euro im Jahr geschaffen. Das von uns geförderte zentrale Beratungstelefon zum Thema Alzheimer der Deutschen Alzheimer Gesellschaft ist eine wertvolle Hilfe für Betroffene und pflegende Angehörige.
Unser Modellprogramm "Altenhilfestrukturen der Zukunft" setzt einen Schwerpunkt bei der Erprobung neuer Altenhilfestrukturen für Demenzkranke. Dazu werden z.B. neue Formen des Zusammenlebens in kleinen Wohngruppen in Heimen erprobt und Strategien zur besseren Zusammenarbeit zwischen Pflegekräften und Angehörigen entwickelt. Die Erkenntnisse aus dem Modellprogramm werden wir nutzen, um die Strukturen der Altenhilfe besonders auch für Demenzerkrankte weiter zu entwickeln."
--------------------------------- Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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