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Bundesregierung soll den Fall WestLB loesen
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Bundesregierung soll den Fall WestLB loesen Greenpeace-Kletterer setzen Protest an Bankgebaeude in Duesseldorf fort
Nachdem sich die westdeutsche Landesbank (WestLB) trotz der neuesten Gutachten nicht von dem umstrittenen Pipeline-Projekt in Ecuador distanziert, hat Greenpeace heute Bundeskanzler Schroeder in einem Fax aufgefordert, dem Fall ein Ende zu setzen. Sieben Greenpeace-Kletterer fuehren unterdessen ihren am Dienstag Morgen begonnenen Protest an dem 16-stoeckigen WestLB-Gebaeude in Duesseldorf heute fort, nachdem sie die Nacht in Seilen an der Fassade verbracht hatten.
Erst vor 14 Tagen forderte Schroeder auf dem UN- Weltgipfel in Johannesburg einen radikalen Kurswechsel in der internationalen Energie- und Urwaldpolitik. In dem Fax an Kanzler Schroeder erklaert daher Greenpeace Geschaeftsfuehrerin Brigitte Behrens: "Der Pipeline- Kredit der WestLB ist eine Chance, den Worten auch wirklich Taten folgen zu lassen. Ich moechte Sie daher nachdruecklich bitten, sich bei Ministerpraesident Clement dafuer einzusetzen, dass die WestLB die Kreditvergabe fuer dieses mit massiver Urwaldzerstoerung verbundene Projekt stoppt. Politisch unterstuetzte Kredite aus Deutschland muessen Urwaelder erhalten statt sie Oelpipelines zu opfern, sie muessen regenerative Energien foerdern statt Klimaschaedigung durch fossile Brennstoffe."
Fuer den Greenpeace-Waldexperten Martin Kaiser in Duesseldorf ist die Aufforderung an den Kanzler nun ein notwendiger Schritt: "Die Landesregierung und die WestLB-Geschaeftsfuehrung sind offenbar damit ueberfordert, die umweltpolitische Tragweite des Milliardenkredits zu ueberblicken. Schroeder muss seiner Initiative in Johannesburg nun Taten folgen lassen. Urwald- und Klimazerstoerung darf nicht mit deutschen Geldern finanziert werden."
Die Bundesregierung erklaerte auch in ihrer Antwort auf die Grosse Anfrage im Bundestag vom 11. September, die Einhaltung der oekologischen und sozialen Weltbank- Standards fuer das Pipeline-Projekt in Ecuador sei fuer sie wesentlich. Das juengste Gutachten des ehemaligen Weltbank-Mitarbeiters Dr. Robert Goodland belegt, dass das Pipeline-Projekt die wichtigsten Weltbank-Standards massiv verletzt. "Schroeder muss darauf dringen, dass auch die nordrhein-westfaelische Landespolitik Entscheidungen der Bundesregierung umsetzt", fordert Kaiser. "Er muss verhindern, dass Clement und WestLB- Chef Sengera im Alleingang dieses Katastrophen- Projekt fortfuehren."
18. September 2002
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