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ISSN 1610-0611
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Die Bäume leiden, der Wald stirbt!

Die Bäume leiden, der Wald stirbt!
Waldschäden in Deutschland und Europa auf hohem Niveau

Das Ökosystem Wald ist nachhaltig geschädigt. Knapp zwei Drittel (62
Prozent) aller Waldbäume in Deutschland zeigen Schäden in den Baumkronen.
Damit bleiben auch dieses Jahr die Waldschäden auf dem hohen Niveau der
letzten Jahre. Im europaweiten Vergleich gehört Deutschland zu den Ländern
mit besonders starken Schäden.

Die heute in Berlin vom Forstministerium (BMVEL) veröffentlichte Bilanz über
den Zustand des Waldes 2002 macht darüber hinaus deutlich, dass nach wie vor
die Laubbäume - Buchen und Eichen - die stärksten Schäden zeigen. So sind in
Rheinland-Pfalz über 80 Prozent aller Buchen sichtlich geschädigt, jede
Zweite zeigt sogar gravierende Kronenverlichtungen. Die Eiche ist vor allem
in den Bundesländern Thüringen und Sachsen die Baumart mit der stärksten
Schadensausprägung: Über 80 Prozent sind geschädigt, etwa jeder Dritte so
stark, dass auch Laien dies zweifelsfrei erkennen können.

Stickstoffverbindungen sind die Schadstoffkomponente Nr. 1 in dem
Giftcocktail des ,Sauren Regens'. Darüber herrscht mittlerweile in ganz
Europa weitgehend Einigkeit unter den Fachleuten. Damit stehen der
Straßenverkehr mit seinen Stickoxidabgasen (NOx) und die landwirtschaftliche
Tierproduktion mit ihren Ammoniakausdünstungen (NH3) als die
Hauptverursacher am Pranger.

"Die sichtbaren Schäden an den Bäumen sind schon dramatisch genug", so
Rudolf Fenner, Waldreferent bei Robin Wood, "sie liegen höher als in den
Achtziger Jahren, als das Waldsterben noch das alles beherrschende
Umweltthema war. Doch die Baumkronen sind nur der sichtbare Teil eines noch
größeren Dramas, das sich im Boden abspielt: Versauerung und
Stickstoffüberfrachtung."

Auf sauren wie auch auf Stickstoff reichen Böden ist die natürliche
Pflanzenvielfalt geringer. Der seit Jahrzehnten auf die Böden niedergehende
Saure Regen reduziert daher in Europa auf immer mehr Flächen die Biologische
Vielfalt. Rudolf Fenner: "Das Waldsterben ist also ,nur' die sichtbarste
Erscheinung für ein großflächiges, schleichendes Vegetationssterben in allen
Landschaften." (Daten zur Situation in Europa unter www.icp-forests.org)

Unter www.robinwood.de (Stichwort ,Wald') finden Sie weitere Informationen
zu ,Stickstoffemissionen in Deutschland'

Ute Bertrand
ROBIN WOOD-Pressesprecherin
Hamburg, Berlin, den 16. Dezember 2002


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