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ISSN 1610-0611
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"fischfreie Woche"

Umweltschützer rufen zur 2. europaweiten "fischfreien Woche"
zum Schutz von Walen und Delfinen auf

Nach dem Todesurteil der EU-Agrarminister für Fischer und Meeressäuger.

In der Zeit vom 30.12.2002 bis 05.01.2003 sollen Verbraucher in ganz Europa keinen Fisch kaufen. Dazu ruft die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) gemeinsam mit anderen europäischen Umweltorganisationen auf. Mit der bereits 2. europaweiten "fischfreien Woche" wollen die Organisationen ihre Forderungen an die EU zur Reduzierung des Beifangs von Meeressäugern in der Fischerei untermauern.

"Mit der jüngsten skandalösen Entscheidung der EU-Agrarminister, weder die Fischfang-Flotten wesentlich zu reduzieren, noch einen Fangstopp für Kabeljau und andere Fischarten festzulegen, wurden zahlreiche Fisch- und Meeressäugerarten praktisch zum Tode verurteilt", stellt die GRD fest. Denn jedes Jahr töten EU-Fischfang-Flotten Tausende Wale und Delfine sinnlos und qualvoll als sogenannten Beifang. "Jetzt liegt es in der Hand der Verbraucher, Politik und Fischereilobby die Folgen aufzuzeigen, wenn diese nichts für den Schutz von Meeressäugern unternehmen", erklärt die GRD. Mit der "fischfreien Woche" fordern die Umweltverbände die Verbraucher auf, "die Königsrolle zu spielen, die ihnen zusteht", wie Agrarkommissar Franz Fischler es gerne nennt.

Im Rahmen der Überarbeitung der Gemeinsamen Fischereipolitik verlangten die Umweltverbände von der EU, schnellst möglich Schritte zur Reduzierung des Beifangs einzuleiten: unabhängige Beobachter an Bord der Fischerboote, obligatorischer Einsatz von nachweislich den Beifang reduzierendem Fanggerät, wie akustisch reflektierenden Netzen, oder die ganzjährige oder zeitweise Schließung bestimmter Fanggebiete sowie ein Verbot von Gespanntrawlern. Gegen den massiven Druck der Fischereilobby konnten diese Forderungen bislang nicht durchgesetzt werden. Die EU-Fischereipolitik hat nach Ansicht der GRD vielmehr ein völliges Leerfischen sämtlicher Fischfang-Gründe und die Vernichtung der dort lebenden Fisch- und Meeressäugerarten zum Ziel.

"Doch Verbraucherdruck kann Wandel bewirken! Bestes Beispiel ist das von uns seit 1993 in Deutschland durchgeführte Tunfisch-Kontrollprogramm, unter dem sich Fischer und Händler verpflichten, keinen mit Treibnetzen oder durch Umkreisen von Delfinen gefangenen Tunfisch anzubieten. Mittlerweile gelten über 95 Prozent der in Deutschland angebotenen und auf unserer Verbraucher-Liste verzeichneten Tunfischprodukte als delfinsicher", erklärt die GRD.

Weiterer Druck auf die Zuständigen in der EU soll durch eine internationale Unterschriftenaktion ausgeübt werden:
http://www.petitiononline.com/ecbc2000/petition.html




Sonntag, 22. Dezember 2002
Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD)


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Die Bäume leiden, der Wald stirbt!