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Greenpeace-Kletterer steigen WestLB aufs Dach
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Greenpeace-Kletterer steigen WestLB aufs Dach "Clement und Sengera: Partner in Sachen Urwaldzerstoerung"
Duesseldorf, 17. 9. 2001 - Acht Greenpeace Aktivisten sind heute frueh aus Protest gegen den umstrittenen Pipeline-Kredit der Westdeutschen Landesbank (WestLB) auf das 16-stoeckige WestLB-Gebaeude in Duesseldorf geklettert und haben an der Fassade ein 15 mal 10 Meter grosses Banner entrollt. Es zeigt unter der Aufschrift "Clement und Sengera: Partner in Sachen Urwaldzerstoerung" eine Fotomontage mit den Chefs der NRW-Landesregierung und der WestLB. Die beiden umarmen sich vor dem durch den Pipeline-Bau in Ecuador zerstoerten Urwald. Zudem plakatieren Greenpeace- Aktivisten dieses Motiv heute in acht Staedten Nordrhein-Westfalens. Greenpeace fordert die WestLB erneut auf, ihren Milliardenkredit fuer das Bauprojekt zurueckzuziehen.
Ein neues Gutachten, das letzten Freitag in Duesseldorf veroeffentlicht wurde, belegt, dass der Pipelinebau gegen die wichtigsten Umwelt- und Sozialstandards der Weltbank verstoesst. Es widerlegt die Behauptung der WestLB, die Standards wuerden eingehalten. Da es sich bei dem Verstoss um eine Vertragsverletzung der Partnerfirmen handelt, kann die WestLB weitere Kreditraten stoppen und bereits gezahlte zurueck fordern. Die Landesregierung (mit 43 Prozent Bankanteilen) sowie andere Anteilseigner der Landesbank, wie der Landschaftsverband Rheinland unter Leitung des CDU-Politikers Udo Molsberger, hatten die vertragliche Auszahlung des Milliardenkredits zuvor an die Einhaltung der Weltbank-Standards geknuepft.
"Das neue Gutachten macht den WestLB-Deal hinfaellig", sagt Greenpeace-Waldexperte Martin Kaiser vor Ort in Duesseldorf. "Jetzt muss endlich Schluss sein mit dem unertraeglichen und durchsichtigen Zeitspiel von Sengera und Clement auf Kosten der letzten Urwaelder. Die Glaubwuerdigkeit von Banken und Politik steht jetzt auf dem Spiel."
Die geplante Pipeline-Trasse soll mitten durch eines der fuenf weltweit artenreichsten Waldgebiete mit 450 verschiedenen Vogelarten, darunter Kolibris und Tukane, fuehren. Auch der sich entwickelnde Oekotourismus in Ecuador haengt vom Erhalt des Urwalds ab. "Sengera, Clement und Molsberger erinnern an die sprichwoertlichen drei Affen", sagt Martin Kaiser. "Die drei wollen bis jetzt nicht sehen, hoeren und sagen, dass ihr Pipeline-Projekt nicht nur den Urwald zerstoert, sondern auch die Verelendung der Bevoelkerung zur Folge haben wird."
Internet: www.greenpeace.de/urwald. 17. September 2002
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