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ISSN 1610-0611
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Karstadt zieht Konsequenzen

Karstadt zieht Konsequenzen aus ROBIN WOOD-Protest gegen Tropenholz-Papier
Kaufhaus-Konzern informiert Lieferanten über neue Öko-Standards

Nachdem Karstadt auf Druck von ROBIN WOOD auf den Verkauf von Papier aus
indonesischen Wäldern verzichtete, bietet das Unternehmen als Alternative
nun verstärkt Recyclingpapier an und überprüft zurzeit seine
Einkaufspolitik. Ziel ist es, künftig keine Produkte aus zerstörerischer
Waldwirtschaft mehr anzubieten. Deshalb forderte der Konzern seine
Papierlieferanten auf, Herkunftsnachweise vorzulegen, um Holz aus Urwäldern
auszuschließen. Auch die Lieferanten von Gartenmöbeln informierte Karstadt,
das Unternehmen werde künftig Produkte aus Tropenholz nur noch akzeptieren,
wenn sie das FSC-Zertifikat tragen.

ROBIN WOOD-AktivistInnen hatten im März dieses Jahres vor etlichen
Karstadt-Filialen gegen Papier aus Tropenholz protestiert. Daraufhin war das
Unternehmen zu Verhandlungen über seine Einkaufspolitik bereit. In der Folge
informierte Karstadt seine Papierlieferanten, "dass künftig keine
Papierprodukte aus Primärwaldnutzung (weltweit), aus Wäldern oder Plantagen
in den Tropen (es sei denn, diese Produkte tragen das FSC-Zertifikat) und
aus Waldgebieten mit urwaldähnlichen Strukturen (speziell in Nordeuropa)
mehr verarbeitet werden". Die Herkunftsgebiete der eingesetzten
Holzressourcen müssen ebenso dokumentiert sein wie die Tatsache, ob das Holz
aus Forst- oder Plantagenwirtschaft stammt. Schreiben erhielten auch die
Lieferanten von Gartenmöbeln, in denen ihnen die neuen ökologischen
Anforderungen bei Karstadt mitgeteilt wurden. Auch für das
Haushaltssortiment strebt Karstadt an, ausschließlich Holzprodukte mit dem
FSC-Siegel zu führen.

Im Papierbereich will Karstadt schon bald umweltfreundliche Alternativen
anbieten. Mit einer Sonderaktion wird der Warenhaus-Konzern noch in diesem
Jahr die Einführung von Recycling-Büropapier in seinen Filialen fördern.
ROBIN WOOD unterstützt die Aktion durch Hinweise auf die ökologischen
Vorteile von Recyclingpapier.

"Karstadt ist damit auf dem richtigen Weg", erklärt Tropenwaldexperte Jens
Wieting von ROBIN WOOD. "Andere Unternehmen wie der Metro-Konzern haben
bereits vorgemacht, dass es möglich ist, auf Produkte aus zerstörerischer
Tropenwaldwirtschaft zu verzichten. Wir werden genau hinschauen, ob Karstadt
auf Kurs bleibt."
Frühere Pressemitteilungen zu Karstadt und aktuelle Informationen zur ROBIN
WOOD-Papierkampagne finden Sie unter http://www.robinwood.de



Hamburg, den 21. November 2002


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