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Leise rieselt der Russ Greenpeace-Nikolaus ruegt DaimlerChrysler fuer fehlende Filtertechnik
Stuttgart, Auch DaimlerChrysler bekam heute Besuch vom Nikolaus. Dieser fuhr im rosaroten "Dieselschwein" bei der Konzernzentrale in Stuttgart- Moehringen vor. Um den Autohersteller fuer seine fehlende Filtertechnik in Diesel-Pkw zu ruegen, ueberreichte der Nikolaus die "verrusste Rute". Greenpeace-Aktivisten dekorierten den Haupteingang zudem mit 20 Saecken Dieselruss und zwei Tannenbaeumen. Unter einem Banner mit der Aufschrift "Weihnachtlicher Russ aus Stuttgart" stimmten sie anschliessend adventliche Dieselruss-Lieder an. Greenpeace forderte mit der Aktion erneut, dass DaimlerChrysler seine Diesel-Pkw mit Russfiltern aus- bzw. nachruestet.
Bereits zum dritten Mal in vier Wochen protestierten die Umweltschuetzer in Stuttgart fuer den Einbau von Filtern, die den Ausstoss von gefaehrlichen Russpartikeln reduzieren. "Wir wuenschen uns ein russfreies Weihnachtsfest von Herrn Schrempp", erklaert Greenpeace-Sprecher Guenter Hubmann in Stuttgart: "In der besinnlichen Zeit sollte auch die Chefetage endlich erkennen, dass der immense Ausstoss von Dieselruss verantwortungslos und gemeingefaehrlich ist."
Deutsche Diesel-PKW stossen jedes Jahr fast 9.000 Tonnen Russ aus. Gefaehrlich sind vor allem die sehr kleinen "lungengaengigen" Russteilchen. Diese Partikel sind zum Teil tausendmal duenner als ein Menschenhaar. Sie dringen tief in die Lunge ein und koennen Lungenkrebs, Herz- und Kreislauferkrankungen verursachen. In Deutschland sterben nach Berechnungen des Umwelt- und Prognoseinstituts Heidelberg (UPI) jaehrlich ca. 8.500 Menschen an Lungenkrebs, der durch Dieselrusspartikel ausgeloest wird.
DaimlerChrysler leugnet bis heute die krebsausloesende Wirkung von Dieselabgasen und behauptet zudem, dass der nachtraegliche Einbau von Filtern nicht moeglich sei. Greenpeace hat jedoch bereits einen Mercedes C220 CDI T mit handelsueblichen Filterkomponenten nachgeruestet. Das Ergebnis: Nur noch ein Fuenftausendstel der Partikel kommt aus dem Auspuff des umgebauten Mercedes, dessen serienmaessiges Vergleichsmodell noch immer schwarzen Russ ausstoesst.
Greenpeace Pressestelle Greenpeace e.V. Große Elbstr. 39 22767 Hamburg 6. Dezember 2002
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