Titel Hamburg Initiativen Hamburg-Termine Inland International Magazin Archiv Suchen
Inland:
Inland


Themen:
Bürger- und Zivilgesellschaft
  SeniorInnen
  Castor
Bildung • Schule • Beruf
Kinder u. Jugend
Datenschutz
Kultur
  Literatur
  Film
Mensch & Tier
Soziales • Gesundheit • Miteinander
Menschen- u. Bürgerrecht • Asyl
Gewerkschaften
Report
Umwelt & Natur
Verbraucher
  Trans Fair
Wirtschaft
Presse- u. Informationsfreiheit


Service:
Impressum
ISSN 1610-0611
Information
Intern
Newsletter
Archiv


Leise rieselt der Russ

Leise rieselt der Russ
Greenpeace-Nikolaus ruegt DaimlerChrysler fuer fehlende
Filtertechnik

Stuttgart, Auch DaimlerChrysler bekam heute
Besuch vom Nikolaus. Dieser fuhr im rosaroten
"Dieselschwein" bei der Konzernzentrale in Stuttgart-
Moehringen vor. Um den Autohersteller fuer seine
fehlende Filtertechnik in Diesel-Pkw zu ruegen,
ueberreichte der Nikolaus die "verrusste Rute".
Greenpeace-Aktivisten dekorierten den Haupteingang
zudem mit 20 Saecken Dieselruss und zwei Tannenbaeumen.
Unter einem Banner mit der Aufschrift "Weihnachtlicher
Russ aus Stuttgart" stimmten sie anschliessend
adventliche Dieselruss-Lieder an. Greenpeace forderte
mit der Aktion erneut, dass DaimlerChrysler seine
Diesel-Pkw mit Russfiltern aus- bzw. nachruestet.

Bereits zum dritten Mal in vier Wochen protestierten
die Umweltschuetzer in Stuttgart fuer den Einbau von
Filtern, die den Ausstoss von gefaehrlichen
Russpartikeln reduzieren. "Wir wuenschen uns ein
russfreies Weihnachtsfest von Herrn Schrempp", erklaert
Greenpeace-Sprecher Guenter Hubmann in Stuttgart: "In
der besinnlichen Zeit sollte auch die Chefetage endlich
erkennen, dass der immense Ausstoss von Dieselruss
verantwortungslos und gemeingefaehrlich ist."

Deutsche Diesel-PKW stossen jedes Jahr fast 9.000
Tonnen Russ aus. Gefaehrlich sind vor allem die sehr
kleinen "lungengaengigen" Russteilchen. Diese Partikel
sind zum Teil tausendmal duenner als ein Menschenhaar.
Sie dringen tief in die Lunge ein und koennen
Lungenkrebs, Herz- und Kreislauferkrankungen
verursachen. In Deutschland sterben nach Berechnungen
des Umwelt- und Prognoseinstituts Heidelberg (UPI)
jaehrlich ca. 8.500 Menschen an Lungenkrebs, der durch
Dieselrusspartikel ausgeloest wird.

DaimlerChrysler leugnet bis heute die krebsausloesende
Wirkung von Dieselabgasen und behauptet zudem, dass der
nachtraegliche Einbau von Filtern nicht moeglich sei.
Greenpeace hat jedoch bereits einen Mercedes C220 CDI
T mit handelsueblichen Filterkomponenten nachgeruestet.
Das Ergebnis: Nur noch ein Fuenftausendstel der
Partikel kommt aus dem Auspuff des umgebauten Mercedes,
dessen serienmaessiges Vergleichsmodell noch immer
schwarzen Russ ausstoesst.


Greenpeace Pressestelle
Greenpeace e.V.
Große Elbstr. 39
22767 Hamburg
6. Dezember 2002


nach oben

--

< zurück --vorwärts > ↑ nach oben

ROBIN WOOD-Aktion auf der Kölner Reisemesse | Hamburg: Tropenholz-Siegel