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Mehr Menschen unterstuetzen Kampagnen
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Greenpeace 2001: Mehr Menschen unterstuetzen Kampagnen zum Schutz der Umwelt
Hamburg, 21.08.02 - Umweltschutz ist fuer viele Menschen trotz wirtschaftlicher Flaute ein wichtiges Ziel. Im Jahr 2001 stieg die Zahl der Greenpeace-Foerderer weltweit um 200.000 auf 2,8 Millionen. Die weltweiten Einnahmen erhoehten sich im gleichen Zeitraum um zehn Prozent auf 157 Millionen Euro. In Deutschland blieb die Zahl der Foerderer bei 510.000 stabil. Die Einnahmen stiegen 2001 deutlich um 912.000 Euro auf rund 36 Millionen Euro gegenueber dem Vorjahr. Diese Zahlen wurden heute mit den Jahresberichten von Greenpeace International in Amsterdam und Greenpeace Deutschland in Hamburg veroeffentlicht.
"Die Menschen unterstuetzen uns trotz wirtschaftlicher Flaute, weil Umweltschutz ein wichtiges globales Thema ist", sagt Brigitte Behrens, Greenpeace Geschaeftsfuehrerin in Deutschland. "Wir verstehen unsere Arbeit als einen Beitrag zum Frieden - einen Frieden fuer eine gerechte Welt, die frei ist von Hunger und Armut, frei von Umweltzerstoerung und Massenvernichtungswaffen. Unsere Kampagnen sollen Konzerne und Regierungen dazu bringen, ihre Verantwortung zu uebernehmen. Dafuer bietet der UN-Weltgipfel in Johannesburg eine historische Gelegenheit."
Greenpeace kaempfte letztes Jahr mit friedlichen Mitteln gegen Atomwirtschaft und fuer die Foerderung erneuerbarer Energien. Zudem setzte sich die Organisation ein fuer eine Landwirtschaft ohne Gentechnik und Chemie, fuer den Schutz der Wale und der letzten sieben grossen Urwaelder sowie gegen Patente auf Leben. Diese Kampagnen laufen in diesem Jahr weiter. Hinzu kommt die Kampagne gegen den Oelkonzern Esso: Er bestreitet trotz der zunehmenden Wetterextreme wie Ueberschwemmungen noch immer, dass die Verfeuerung von Oel und Kohle zum Klimachaos beitraegt. Greenpeace fordert von Esso und anderen Oelkonzernen, sich an der Soforthilfe fuer die Hochwasser-Regionen erheblich zu beteiligen. Zudem sollen sie massiv in Solar-, Wind- und Wasserkraft sowie Biomasse investieren.
Eine aktuelle Greenpeace-Studie zeigt, wie internationale Konzerne bei schweren Umweltverbrechen noch immer straffrei davon kommen. Bei allen 41 weltweit dokumentierten Faellen verursachen Konzerne schwere Schaeden fuer Menschen und Umwelt: In den meisten Faellen handelt es sich um gefaehrliche Industrien wie Chemie, Gentechnik, Oel, Atomkraft, Schiffsrecycling und Bergbau.
Greenpeace fordert von der Bundesregierung, sich auf dem UN-Weltgipfel fuer nachhaltige Entwicklung in Johannesburg (26. 8. - 4. 9. 2002) dafuer einzusetzen, dass Konzerne kuenftig weltweit fuer ihre Umweltverbrechen zur Verantwortung gezogen werden. Ab 2005 soll ein globales Umwelthaftungsrecht gelten. Greenpeace fordert weitere verbindliche Entscheidungen, die den globalen Umweltschutz voran bringen. "Die Regierungen duerfen sich auf dem Weltgipfel nicht laenger bei der Verteidigung ihrer nationalen, meist wirtschaftlichen Interessen gegenseitig blockieren. Sie muessen unsere Lebensgrundlagen vor weiterer Zerstoerung schuetzen", erklaert Behrens. "Es geht um nicht weniger als das Ueberleben unseres Planeten."
Internet: www.greenpeace.de
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