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Mit Losglück einen Schmetterling taufen
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Mit Losglück einen Schmetterling taufen
BIOPAT vermittelt Namens-Patenschaften für Tier- und Pflanzenarten
Pünktlich zur Weihnachtszeit kann man sich in diesem Jahr an der Verlosung einer Namenspatenschaft für eine Schmetterlingsart beteiligen, die kürzlich in Myanmar (ehemals Birma) entdeckt wurde. Wen das Losglück trifft, der darf der neuen Schmetterlingsart der Gattung Dalima einen selbstgewählten Namen geben. Die Aktion wird veranstaltet von dem gemeinnützigen Verein „BIOPAT e.V. – Patenschaften für biologische Vielfalt“. Kostenlose Teilnahmekarten können ab dem 18. November unter www.biopat.de heruntergeladen werden. Der oder die Gewinner/-in wird am 18. Dezember unter Ausschluss des Rechtsweges ermittelt und auf der BIOPAT-Homepage bekanntgegeben.
Wer bei der vorweihnachtlichen Auslosung kein Glück hat, der kann auch für einen Spendenbeitrag ab 2.600 Euro an BIOPAT Namenspate einer neuen Art werden. „Wer etwas für den Artenschutz und die Wissenschaft tun möchte und noch auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Geschenk ist, der liegt mit einer Spende an BIOPAT richtig“, so Claus Bätke von der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH, Initiator und Vereinsvorsitzender von BIOPAT. Eine Auswahl noch „ungetaufter Patenkinder“ zeigt der Artenkatalog auf der BIOPAT-Homepage. Für die Seriosität von BIOPAT stehen Mitglieder wie die GTZ in Eschborn sowie Vertreter renommierter naturhistorischer Museen und Sammlungen in Bonn, Berlin, Dresden, Frankfurt, München und Stuttgart.
„Arten erkennen, Arten benennen, Vielfalt erhalten, Naturschutz gestalten“ ist seit nunmehr drei Jahren das Motto von BIOPAT. Bereits 82 Namens-Patenschaften für neu entdeckte Tier- und Pflanzenarten konnten vermittelt werden. So wurde beispielsweise dem ehemaligen Staatspräsidenten Michail Gorbatschow zu dessen 70. Geburtstag eine bolivianische Orchideenart gewidmet, die jetzt den Namen Maxillaria gorbatschowii trägt. Mit der einen Hälfte der Spendengelder werden die artbeschreibenden Institute (Taxonomie) unterstützt. Die andere Hälfte fließt in die Herkunftsländer der neu entdeckten Arten und wird dort für Erforschung, Schutz und Erhalt der Artenvielfalt eingesetzt. Dieses Vorgehen erfolgt im Geiste des „Benefit sharing“ der Internationalen Konvention zum Schutz der biologischen Vielfalt.
Die GTZ ist ein weltweit tätiges Bundesunternehmen für internationale Zusammenarbeit. In 130 Ländern realisieren mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund 2700 Entwicklungsprojekte. Umwelt- und Ressourcenschutz sowie der Erhalt der Artenvielfalt bildet dabei einen Schwerpunkt der Arbeit.
Internet: www.biopat.de
Redaktion: Jörg Hilger, GTZ gtz.de Eschborn, 6. November 2002.
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