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Ökologisch gerechte Preise für den Flugverkehr
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Ökologisch gerechte Preise für den Flugverkehr ROBIN WOOD-Aktion auf dem Frankfurter Flughafen
AktivistInnen von ROBIN WOOD haben heute am Frankfurter Flughafen dafür demonstriert, den klima- und gesundheitsschädlichen Flugverkehr nicht länger steuerlich zu bevorteilen. Vier Aktivisten seilten sich von der Decke der Abfertigungshalle ab und entrollten Transparente. Andere verteilten Flugblätter an die Reisenden. Mit der Aktion appellieren die UmweltschützerInnen an den neuen Bundesverkehrsminister Stolpe, sich konsequent auf Bundes- und EU-Ebene für ökologisch gerechte Flugverkehrs-Preise einzusetzen.
"Das Flugzeug ist das umweltschädlichste aller Verkehrsmittel. Trotzdem wird das Fliegen durch massive Steuervorteile und Subventionen künstlich verbilligt und gefördert", kritisiert ROBIN WOOD-Verkehrsreferentin Steffi Barisch. "In der vergangenen Legislaturperiode hat Rot-Grün dabei versagt, hier umzusteuern. Wir erwarten von Minister Stolpe, dass er diese Scharte jetzt auswetzt und sich nicht wie seine Vorgänger mit Verweis auf die EU-Ebene aus der Verantwortung stiehlt."
Laut Koalitionsvereinbarung unterstützen SPD und Grüne "nachdrücklich", dass die Start- und Landegebühren nach Emissionen gestaffelt werden. Dieser allgemein gehaltenen Aussage muss Stolpe nun Taten folgen lassen. ROBIN WOOD erwartet, dass die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode deutschlandweit Start- und Landegebühren für Flugzeuge vorschreibt, die sich nach dem Ausstoß von Schadstoffen richten. Gut und ebenfalls auf nationaler Ebene machbar ist das Vorhaben, auf Tickets für Flüge in andere EU-Länder Mehrwertsteuer zu erheben.
Zur geplanten Einführung einer "flugstreckenbezogenen Emissionsabgabe" gibt es längst einen EU-Richtlinienvorschlag. Es ist Aufgabe des Bundesverkehrsministers, die Verabschiedung und Umsetzung dieser Richtlinie aktiv voranzutreiben.
Ökologisch fatale Folgen hat es, dass Kerosin EU-weit bislang nicht besteuert wird. "Wenn die Bundesregierung will, dass die Preise der Mobilität auch die externen Kosten einbeziehen", so Barisch, "muss sie sich auf EU-Ebene erfolgreicher als bisher auch für die Einführung der Kerosinsteuer stark machen."
* Demo gegen den Flughafenausbau in Offenbach *
Am morgigen Samstag (19.10) wird unter dem Motto "Eine Region wehrt sich!" vor dem Rathaus in Offenbach um 11.30 Uhr eine Groß-Demonstration gegen den Ausbau des Rhein-Main-Flughafens starten. Wir würden uns darüber freuen, wenn Sie einen Hinweis auf die Veranstaltung veröffentlichen könnten.
Frankfurt, den 18.10.02 Redaktionen: Aktuelles / Umwelt
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