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"Papier Union verkauft Urwald-Papier"
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Papier Union gibt Handel mit Papier aus tropischem Urwaldholz zu
Nach Protesten von ROBIN WOOD-AktivistInnen vor der Hauptverwaltung von Papier Union hat das Unternehmen heute eingeräumt, mit Papier zu handeln, für das auf Sumatra die letzten tropischen Urwälder zerstört werden. Das Unternehmen hat bislang keinerlei selbst verpflichtende ökologische und soziale Standards, die den Handel mit Produkten aus Raubbau unterbinden.
Ein Dutzend ROBIN WOOD-AktivistInnen hatte heute Vormittag vor der Hauptverwaltung Motorsägen kreischen lassen und ein Transparent vor dem Eingang des Gebäudes entrollt mit dem Slogan "Unbeschreiblich! Papier Union verkauft Urwald-Papier". Papier Union hat Produkte des Konzerns APRIL, einem der größten Tropenwaldvernichter, im Sortiment, etwa das Papier mit dem Markennamen Paper One. Die Geschäftsführung von Papier Union ignorierte zunächst rund eine Stunde lang die Proteste und war erst zum Gespräch bereit, nachdem eine ROBIN WOOD-Delegation ins Foyer des Gebäudes gegangen war. Dort erklärte Geschäftsführer Arndt Klippgen, er sei bislang davon ausgegangen, auf Sumatra würde nachhaltige Forstwirtschaft betrieben, indem der abgeholzte Urwald mit Akazien wieder aufgeforstet werde. Anders lautende Informationen wolle er prüfen. ROBIN WOOD händigte ihm umfangreiche Dokumentationen sowie Filmaufnahmen aus, die belegen, dass APRIL bereits riesige Tropenwaldflächen auf Sumatra unwiederbringlich zerstört hat.
"Es ist erschreckend, dass ein Unternehmen wie Papier Union sich nicht ausreichend informiert, unter welchen zerstörerischen Bedingungen die Produkte hergestellt werden, mit denen es Geschäfte macht", sagte Jens Wieting, Tropenwaldreferent von ROBIN WOOD. "Wir werden unsere Papier-Kampagne fortsetzen, damit Produkte aus Raubbau vom Markt verschwinden."
Bei der Papier-Kampagne arbeitet ROBIN WOOD mit indonesischen UmweltschützerInnen zusammen. Gemeinsam mit ROBIN WOOD wollen drei indonesische Umweltorganisationen erreichen, dass die Zellstoff- und Papierindustrie, die für die Zerstörung der Wälder und die Vertreibung der lokalen Bevölkerung verantwortlich ist, nicht weiter finanziell unterstützt wird. In ihrer Stellungnahme appellieren sie zudem "an die deutschen und europäischen Mitbürger, dass sie mehr Interesse an der Umweltzerstörung und den sozialen Folgen der Zellstoff- und Papierindustrie in Indonesien zeigen ".
Um mehr Menschen auf die Folgen der Papierproduktion und die schmutzigen Geschäfte von Papier Union aufmerksam zu machen, hat ROBIN WOOD heute einen Email-Protest gestartet. Unter www.robinwood.de/urwaldpapier finden alle, die mitmachen wollen, aktuelle Informationen und einen Protestbrief an die Adresse von Papier Union. ROBIN WOOD-Info 19.11.02
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Papier Unionn: Papier aus Raubbau! | Karstadt zieht Konsequenzen
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