Titel Hamburg Initiativen Hamburg-Termine Inland International Magazin Archiv Suchen
Inland:
Inland


Themen:
Bürger- und Zivilgesellschaft
  SeniorInnen
  Castor
Bildung • Schule • Beruf
Kinder u. Jugend
Datenschutz
Kultur
  Literatur
  Film
Mensch & Tier
Soziales • Gesundheit • Miteinander
Menschen- u. Bürgerrecht • Asyl
Gewerkschaften
Report
Umwelt & Natur
Verbraucher
  Trans Fair
Wirtschaft
Presse- u. Informationsfreiheit


Service:
Impressum
ISSN 1610-0611
Information
Intern
Newsletter
Archiv


"Papier Union verkauft Urwald-Papier"

Papier Union gibt Handel mit Papier aus tropischem Urwaldholz zu

Nach Protesten von ROBIN WOOD-AktivistInnen vor der Hauptverwaltung von
Papier Union hat das Unternehmen heute eingeräumt, mit Papier zu handeln,
für das auf Sumatra die letzten tropischen Urwälder zerstört werden. Das
Unternehmen hat bislang keinerlei selbst verpflichtende ökologische und
soziale Standards, die den Handel mit Produkten aus Raubbau unterbinden.

Ein Dutzend ROBIN WOOD-AktivistInnen hatte heute Vormittag vor der
Hauptverwaltung Motorsägen kreischen lassen und ein Transparent vor dem
Eingang des Gebäudes entrollt mit dem Slogan "Unbeschreiblich! Papier Union
verkauft Urwald-Papier". Papier Union hat Produkte des Konzerns APRIL, einem
der größten Tropenwaldvernichter, im Sortiment, etwa das Papier mit dem
Markennamen Paper One. Die Geschäftsführung von Papier Union ignorierte
zunächst rund eine Stunde lang die Proteste und war erst zum Gespräch
bereit, nachdem eine ROBIN WOOD-Delegation ins Foyer des Gebäudes gegangen
war. Dort erklärte Geschäftsführer Arndt Klippgen, er sei bislang davon
ausgegangen, auf Sumatra würde nachhaltige Forstwirtschaft betrieben, indem
der abgeholzte Urwald mit Akazien wieder aufgeforstet werde. Anders lautende
Informationen wolle er prüfen. ROBIN WOOD händigte ihm umfangreiche
Dokumentationen sowie Filmaufnahmen aus, die belegen, dass APRIL bereits
riesige Tropenwaldflächen auf Sumatra unwiederbringlich zerstört hat.

"Es ist erschreckend, dass ein Unternehmen wie Papier Union sich nicht
ausreichend informiert, unter welchen zerstörerischen Bedingungen die
Produkte hergestellt werden, mit denen es Geschäfte macht", sagte Jens
Wieting, Tropenwaldreferent von ROBIN WOOD. "Wir werden unsere
Papier-Kampagne fortsetzen, damit Produkte aus Raubbau vom Markt
verschwinden."

Bei der Papier-Kampagne arbeitet ROBIN WOOD mit indonesischen
UmweltschützerInnen zusammen. Gemeinsam mit ROBIN WOOD wollen drei
indonesische Umweltorganisationen erreichen, dass die Zellstoff- und
Papierindustrie, die für die Zerstörung der Wälder und die Vertreibung der
lokalen Bevölkerung verantwortlich ist, nicht weiter finanziell unterstützt
wird. In ihrer Stellungnahme appellieren sie zudem "an die deutschen und
europäischen Mitbürger, dass sie mehr Interesse an der Umweltzerstörung und
den sozialen Folgen der Zellstoff- und Papierindustrie in Indonesien zeigen
".

Um mehr Menschen auf die Folgen der Papierproduktion und die schmutzigen
Geschäfte von Papier Union aufmerksam zu machen, hat ROBIN WOOD heute einen
Email-Protest gestartet. Unter www.robinwood.de/urwaldpapier finden alle,
die mitmachen wollen, aktuelle Informationen und einen Protestbrief an die
Adresse von Papier Union.
ROBIN WOOD-Info 19.11.02


nach oben

--

< zurück --vorwärts > ↑ nach oben

Papier Unionn: Papier aus Raubbau! | Karstadt zieht Konsequenzen