Titel Hamburg Initiativen Hamburg-Termine Inland International Magazin Archiv Suchen
Inland:
Inland


Themen:
Bürger- und Zivilgesellschaft
  SeniorInnen
  Castor
Bildung • Schule • Beruf
Kinder u. Jugend
Datenschutz
Kultur
  Literatur
  Film
Mensch & Tier
Soziales • Gesundheit • Miteinander
Menschen- u. Bürgerrecht • Asyl
Gewerkschaften
Report
Umwelt & Natur
Verbraucher
  Trans Fair
Wirtschaft
Presse- u. Informationsfreiheit


Service:
Impressum
ISSN 1610-0611
Information
Intern
Newsletter
Archiv


Greenpeace protestiert auf Parteitag der Gruenen

Greenpeace protestiert auf Parteitag der Gruenen fuer Atomausstieg
"Obrigheim muss 2003 abgeschaltet werden"

Bremen, 18.10.2002 - Fuer ein schnelles Abschalten des Atomkraftwerks
Obrigheim haben Greenpeace-Aktivisten heute beim Parteitag der Gruenen
in Bremen protestiert. Auf dem Banner steht: "Gruene Glaubwuerdigkeit
haengt am Atomausstieg". Zudem symbolisiert der langsam schwindende
Sand in einer rund drei Meter hohen Eier-Uhr den
Glaubwuerdigkeitsverlust der Gruenen. "Die Gruenen verlieren an
Substanz, je laenger das Ende der Atomkraft verzoegert wird" sagt Sven
Teske, Energie-Experte von Greenpeace. "Wir fordern die
Parteitagsdelegierten auf, dem faulen Kompromiss zwischen Schroeder
und Trittin zu Obrigheim nicht zuzustimmen und sich fuer einen
konsequenten Atomausstieg einzusetzen."

Greenpeace warnt davor, dass die Laufzeitverlaengerung fuer Obrigheim
nur der Anfang ist: "Wie will die Regierung denn bei anderen alten
Reaktoren eine laengere Laufzeit abschlagen, wenn es fuer den Uralt-
Reaktor Obrigheim eine Verlaengerung gibt?" fragt Teske. Rechtlich
zulaessig waere sogar, dass fuer Obrigheim selbst nach Ablauf der nun
vereinbarten 5.500 Gigawattstunden ein weiterer Antrag auf
Laufzeitverlaengerung gestellt wird. "Die gruene Delegierten muessen
jetzt ein klares Zeichen setzen. Sie haben sich lange genug von
Schroeder und Trittin hinters Licht fuehren lassen. Obrigheim muss
schnell vom Netz. Ausnahmen vom Ausstieg fuer alte Reaktoren darf es
nicht geben."

Der Fall Obrigheim ist nicht der einzige Knackpunkt, der sich im
Kleingedruckten des Atomkonsenses verbirgt. So wurde in den
Koalitionsverhandlungen deutlich, dass die SPD offensichtlich bereit
ist, den Standort Gorleben als Endlager fuer Atommuell zu akzeptieren.
Die SPD lehnte eine Forderung der Gruenen rundweg ab, das Erkunden von
alternativen Endlagerstandorten - wie bisher ueblich - von den
Energiekonzernen finanzieren zu lassen, die fuer den Atommuell
verantwortlich sind. Es soll mit den Atomfirmen lediglich ueber deren
finanzielle Beteiligung verhandelt werden - mit wenig Aussicht auf
Erfolg, da sie am Endlager Gorleben festhalten wollen.


18. Oktober 2002


nach oben

--

< zurück --vorwärts > ↑ nach oben

Ökologisch gerechte Preise für den Flugverkehr | Verzicht auf Raubbauholz konsequent umsetzen