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ROBIN WOOD fordert Stärkung des Umweltministeriums
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ROBIN WOOD fordert Stärkung des Umweltministeriums
ROBIN WOOD erwartet, dass die neu gewählte Bundesregierung bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen der Umweltpolitik größeres Gewicht verleiht. In ihrem Forderungskatalog verlangt die Umweltorganisation einen an Umweltschutzzielen ausgerichteten neuen Ressortzuschnitt der Ministerien. Außerdem formuliert ROBIN WOOD Knackpunkte zu den Bereichen Energie, Verkehr, Wälder und Flüsse, die im Koalitionsvertrag geregelt werden sollen.
ROBIN WOOD setzt sich dafür ein, dass die Energie- und Klimapolitik komplett ins Umweltministerium eingegliedert wird. Denn in der Vergangenheit haben sich das Wirtschafts- und das Umweltministerium häufig gegenseitig blockiert. Ein Beispiel von vielen war die Auseinandersetzung um die Fördersätze für erneuerbare Energien.
Mit der Umstrukturierung fielen auch spezielle Sachgebiete der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) nicht mehr in die Zuständigkeit des Wirtschafts-, sondern des Umweltministeriums. Die BAM ist derzeit für die Zulassung von Atommüllbehältern zuständig, die Genehmigung der Atom-Transporte unterliegt hingegen dem Umweltministerium. Da auch bei der Prüfung der Behälter nicht wirtschaftliche Erwägungen maßgeblich sind, sondern die Sicherheit, gehört diese Aufgabe ins Umweltministerium.
Weitere Kernpunkte im Überblick: Erhalt naturnaher Flusslandschaften und ökologischer Hochwasserschutz Die Bundesregierung muss Konsequenzen aus der Flutkatastrophe ziehen. Für einen ökologischen Hochwasserschutz ist es unerlässlich, den Ausbau der Flüsse dauerhaft zu stoppen und erheblich mehr Überflutungsräume zu schaffen.
Ökologische Verkehrswende Um mehr Kostengerechtigkeit im Verkehr zu schaffen, sind Steuervorteile und Subventionen für besonders umweltschädliche Verkehrsmittel wie Flugzeuge abzuschaffen. Im Koalitionsvertrag sollte klar geregelt werden, dass für die verkehrspolitisch unsinnigen Transrapid-Projekte in NRW und Bayern keine öffentlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Die LKW-Maut sollte für die Nutzung aller Straßen erhoben werden und das eingenommene Geld in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs investiert werden.
Schutz und ökologische Nutzung der Wälder ROBIN WOOD erwartet, dass die neue Regierung Impulse für eine verantwortungsvolle Waldwirtschaft und den Schutz natürlicher Wälder gibt, indem sie den Handel mit illegal geschlagenem Holz sowie Raubbauholz in Deutschland verbietet. Die öffentliche Beschaffung sollte konsequent auf glaubwürdige, zertifizierte Quellen umgestellt werden. Von unzureichenden Zertifizierungsansätzen wie dem PEFC sollte sich die Bundesregierung distanzieren.
Ute Bertrand, Pressesprecherin Hamburg, den 25. September 2002
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