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ISSN 1610-0611
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WestLB erhaelt Mahnmal fuer Urwaldzerstoerung

WestLB erhaelt Mahnmal fuer Urwaldzerstoerung
Greenpeace Kletterer beenden Protest - Landtags-
Ausschuss beraet heute ueber Pipeline-Kredit

Duesseldorf, 30. 9. 2002 - Ein vier Meter hohes Mahnmal
errichten Greenpeace Aktivisten heute morgen vor dem
Haupteingang des WestLB-Gebaeudes in Duesseldorf. Damit
beenden sie den zwei Wochen dauernden Protest der
Greenpeace Kletterer an der Fassade der Bank. Das
Mahnmal, auf dessen Metallsockel ein Stueck maroder
Pipeline liegt, weist auf die Urwaldzerstoerung im
Amazonas hin, die die WestLB mit ihrem Kredit fuer den
Bau einer Oel-Pipeline in Ecuador zu verantworten hat.
Auf einem sechs mal zwei Meter grossem Banner ist zu
lesen: "'Erster Preis fuer WestLB: Ihr Partner in
Sachen Urwaldzerstoerung."

Mit dem Pipeline-Fall wird sich auch der Eine-Welt-
Ausschuss des nordrhein-westfaelischen Landtages heute
Nachmittag beschaeftigen. Das Land Nordrhein-Westfalen
ist mit fast 43 Prozent groesster Anteilseigner der
WestLB. Greenpeace fordert die Landesregierung auf,
dort Stellung zu nehmen zu dem neuen Gutachten ueber
den Pipeline-Bau, in dem die Verstoesse gegen die
Umweltrichtlinien der Weltbank festgestellt werden.

"Zwei Wochen lang wollte die WestLB nicht ueber
Umweltverbrechen in Ecuador reden," sagt Carsten
Rocholl, Waldexperte von Greenpeace. "Jetzt muss die
Landesregierung endlich zugeben, dass das Projekt nicht
mehr gefoerdert werden kann. Der Kredit muss
zurueckgezogen werden."



Pressesprecherin Simone Miller
Internet:
www.greenpeace.de/urwald.
30. September 2002


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