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Ares nun wohl doch am Ende Weiterer Meilenstein bei der Verhinderung des Wettbewerbes auf dem Strommarkt besiegelt fur viele Verbraucher das Ende gunstiger Strompreise
Der Stromhandler ares wird nun, wie aus der Branche zu horen ist, doch nicht von Riva ubernommen. Riva ist mit Datum vom 20.12. von der Vereinbarung mit ares zuruckgetreten. Unsichere gesetzliche Regelungen, Abwicklungsprobleme mit den Netzbetreibern sowie massive Forderungen nach Sicherheitsleistungen der Altversorger und extrem kurze Zahlungsfristen hatten eine Sanierung unmoglich gemacht, so der ares-Geschaftsfuhrer. Betroffen sind etwa 200.000 Kunden, allein bei der e.dis 17.000 in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Die Stromversorgung aller ares- Kunden ist dennoch gesichert. Der Netzbetreiber ist gesetzlich zur Versorgung zum Allgemeinen Tarif verpflichtet. Auch das Abkassieren uberhohter Tarife wegen angeblicher "Notstromversorgung" ist nach Auffassung der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern unrechtma?ig. Deshalb rat die Verbraucherzentrale den betroffenen Verbrauchern: den Zahlerstand abzulesen und zu notieren, damit die Abgrenzung zwischen der ares- Versorgung und der Versorgung durch den Netzbetreiber klar gezogen werden kann wer seinen Strom nicht beim Netzbetreiber beziehen will, sollte einen neuen Stromversorger wahlen keine Zahlungen mehr an ares leisten keine uberhohten Notstromtarife an den Netzbetreiber bezahlen, sondern nur die allgemeinen Tarife bei Problemen Rat suchen bei den Verbraucherberatungsstellen (ab 02.01.03).
Mit dem Untergang von ares wird wiederum deutlich, dass die gegenwartige Handhabung des Wettbewerbes auf dem Strommarkt in Deutschland, namlich der verhandelte Netzzugang, zur Folge hat, dass die gro?en Stromversorgungsunternehmen die Kontrolle uber das Stromnetz behalten und durch uberhohte Netznutzungsentgelte, die immerhin 70% des zu zahlenden Strompreises bei privaten Haushalten ausmachen, den neuen Stromlieferanten die Existenz wesentlich erschweren konnen. Deshalb fordern die Verbraucherverbande seit langem von der Politik, endlich, wie auf dem Telekommunikationsmarkt mit mehr Erfolg praktiziert, einen gesetzlich geregelten Netzzugang zu schaffen und durch eine Regulierungsbehorde den Preis und die Konditionen des Netzzuganges genehmigen zu lassen. Sonst wird es wohl in Deutschland keinen funktionierenden Energiemarkt geben und damit auch auf lange Sicht auf Preisvorteile fur den Verbraucher verzichtet, wahrend die Gewinne der Energieriesen weiter steigen.
Andreas Ptak Tel. (0381) 4 93 98 12 Fax (0381) 4 93 98 30 Internet www.verbraucherzentrale-mv.de
23. Dezember 2002
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