Falschauskünfte über Zusammensetzung von orientalischem Salat
Verbraucherzentrale Niedersachsen rät zur Vorsicht bei Kisir oder Tabuleh bei Weizenunverträglichkeit
Bulgursalat, der auch unter den ausländischen Bezeichnungen Kisir oder Tabuleh bekannt ist, wird in orientalischen Lebensmittelläden fertig zubereitet zum Verkauf angeboten. Bei Nachfrage über die Zutatenzusammensetzung waren die Anbieter sich jedoch nicht einig, ob die Zubereitung mit Weizen oder Hirse erfolgt. Diese Auskunft ist für Menschen von großer Wichtigkeit, die an Zöliakie oder einheimischer Sprue erkrankt sind.
Bei dieser Erkrankung, von der Kinder und Erwachsene betroffen sind, wird die Darmschleimhaut von Weizeneiweiß (Gluten) zerstört. Da besonders Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe nicht mehr aufgenommen werden können, kommt es zu Blähungen, Durchfällen, Übelkeit, Erbrechen und Gewichtsabnahme. Mit glutenfreier Nahrung kann diese Erkrankung behandelt werden, was den Verzicht auf Weizen, Dinkel, Grünkern, Roggen, Gerste und Hafer bedeutet. Bulgur wird aber gerade aus Weizen hergestellt durch Vorkochen, Schälen, Trocknen und Zerkleinern.
Betroffene sollten Kisir oder Tabuleh nicht kaufen, auch wenn dieser Salat unter dem Namen "Hirsesalat" angeboten wird. Diese Bezeichnung wurde in fünf von 11 Läden im Rahmen einer aktuellen Markterhebung in Hannover vorgefunden. Insgesamt 20 Verkaufsstellen im Zentrum Hannovers, in der Oststadt, Nordstadt und Linden wurden aufgesucht. In 9 der geprüften Geschäfte war der Salat nicht im Sortiment.
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