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Öko-Knigge für den Christbaumkauf

Öko-Knigge für den Christbaumkauf
Auch Weihnachtsbäume gibt es aus anerkannt ökologischen Betrieben

Mehr als 20 Millionen Weihnachtsbäume werden in den kommenden Tagen in
Deutschland verkauft. Die Freude an diesem Brauch möchte ROBIN WOOD
niemandem nehmen - zumal inzwischen pestizidfreie, ökologisch vertretbare
Alternativen zum Christbaum aus der Massenproduktion angeboten werden. Im
Internet unter http://www.robinwood.de gibt die Umweltorganisation Tipps bei
der
Suche nach dem Öko-Weihnachtsbaum mit glaubwürdigem Zertifikat.

"Wenn schon Weihnachtsbäume, dann am besten aus Forstbetrieben oder
Weihnachtsbaumkulturen, die nach klaren, ökologisch ausgerichteten Regeln
bewirtschaftet werden und bei denen dies auch von unabhängiger Seite
kontrolliert wird", empfiehlt Rudolf Fenner, Waldreferent von ROBIN WOOD.
ChristbaumkäuferInnen sollten daher auf die Siegel des Naturland Verbandes
oder des FSC (Forest Stewardship Council) an den Bäumen achten. Auch einige
Bioland-Betriebe bieten dieses Jahr Öko-Weihnachtsbäume an.

"Zertifikate von Naturland und vom FSC erhalten nur Forstbetriebe, die auf
Kahlschläge, Düngungen, Entwässerungsmaßnahmen und Pestizide verzichten",
erläutert Fenner. Der Verband Naturland hat seine Waldrichtlinien zusammen
mit ROBIN WOOD, dem BUND und Greenpeace erarbeitet. An den Richtlinien des
FSC waren außer den Umweltverbänden auch soziale und ökonomische
Interessengruppen beteiligt. In Deutschland tragen mittlerweile über 350
Forstbetriebe mit insgesamt mehr als 400.000 Hektar Wald das FSC-Zertifikat;
zwölf Betriebe davon tragen zusätzlich das ökologisch noch konsequentere
Siegel von Naturland. Das Naturland-Siegel kann auch an Betriebe vergeben
werden, die Weihnachtsbäume auf Kulturflächen außerhalb des Waldes anbauen.
Diese müssen dann die Richtlinien eines anerkannt ökologischen
Landwirtschaftsbetriebes erfüllen.

Noch wird nicht jeder, der nach einer Öko-Tanne sucht, in seiner
unmittelbaren Nähe fündig werden. Aber zumindest in Hamburg, im Saarland und
in Schleswig-Holstein sind die entsprechenden Angebote schon recht breit
gestreut. Dies zeigt die Angebotsliste, die ROBIN WOOD zusammengestellt hat
(http://www.robinwood.de).

Wer keine zertifizierten Öko-Christbäume in seiner Umgebung findet, der
sollte einen Baum aus der Region wählen, am besten einen zum Selberschlagen
beim nächstgelegenen Waldbetrieb. Von Weihnachtsbäumen mit Wurzelballen ist
eher abzuraten. Da die Bäume durch das Aufstellen in der warmen
Weihnachtsstube aus dem Winterschlaf gerissen werden, erfrieren die meisten
später draußen oder wachsen nicht mehr richtig an. Weitere Tipps zum
Christbaumkauf finden Sie ebenfalls unter http://www.robinwood.de in dem
Beitrag "O
du fröhliche ..." - Öko-Knigge für den Christbaumkauf".




Hamburg, den 10. Dezember 2002


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