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Trans Fair: 10jährigen Bestehen

F A I R   S C H M E C K T E   W I R K L I C H   B E S S E R " 

"Fair schmeckte wirklich besser" -
TransFair Happy-Hour-Aktion
mit großem Erfolg

Köln, 15. Oktober 2002. "Nee, das ist doch der Norbert Blüm", "guck mal, da
drüben packt Mutter Beimer Einkaufstüten ein" - so oder ähnlich überrascht
reagierten in den vergangenen zwei Wochen zahlreiche Kunden in verschiedenen
Supermärkten Deutschlands und rieben sich verwundert die Augen. Doch sie
hatten richtig hingeguckt. Zwischen Eingang und Kasse waren von Frankfurt
bis Hamburg Prominente für den Fairen Handel mit den Produzenten in
Entwicklungsländern im Einsatz. Sie beteiligten sich mit viel Erfolg an der
Aktion "fair schmeckt besser" zum 10jährigen Bestehen der gemeinnützigen
Organisation und Siegelinitiative TransFair.

Doppelter Einsatz für die gute Sache

Auch die Kunden ließen sich die etwas andere "Happy Hour" schmecken. Eine
Stunde lang konnten sie zwei fair gehandelte Produkte zum Preis von einem
erwerben. Die Aktion war gleich mit doppeltem Einsatz gestartet: am 1.
Oktober in Bonn-St. Augustin mit Ex-Arbeits- und Sozialminister Norbert Blüm
und in Düsseldorf Meerbusch-Büderich mit NRW-Verbrauchermini-
sterin Bärbel Höhn, auch zuständig für die Eine-Welt-Politik des Landes. Im
Realmarkt in St. Augustin regte Norbert Blüm gewohnt schwungvoll und mit
munteren Worten an, fair gehandelten Kaffee, Tee, Orangensaft und Schokolade
zu kaufen.

Im Kaiser's Markt in Düsseldorf machte Ministerin Höhn darauf aufmerksam,
dass viele Kaffee- und Teeproduzenten unter schwierigen Bedingungen arbeiten
und kaum den angemessenen Lohn für ihre Arbeit erhalten. Hier will der Faire
Handel Abhilfe schaffen, erklärte die Ministerin. Er könne auch verhindern,
dass die Bauern sich aus Verzweiflung dem Koka-Anbau zuwenden.

Am 10. Oktober ging es in Hamburg weiter. Dort half Mutter Beimer, alias
Lindenstraßen-Star Marie-Luise Marjan im Edeka-Markt Feinkost Kröger den
Kunden, die faire Tüte zu packen. Die Kunden waren von der Idee und auch der
Herzlichkeit "Mutter Beimers" begeistert. Besonders fairer Kaffee und
Orangensaft fanden reißen Absatz. Auch in Köln ließen sich im Rewe-Markt im
neuerbauten Dumont-Carré Verbraucher und Verbraucherinnen von den Vorteilen
des Fairen Handels überzeugen. Kein Wunder, machte hier doch
Hobbythek-Moderator Jean Pütz charmant auf TransFair aufmerksam.

Lebender Beweis für faire Vorteile

Zum Abschluss packte Kaffeeproduzent Felix Suarez von der Kooperative
Pidecafe aus Peru im Frankfurter HL-Markt am Grüneburg Weg die fairen
Einkaufstüten ein. Erstmals wurde so eine direkte Brücke zwischen den beiden
wichtigsten Akteuren im Fairen Handel geschlagen: zwischen Produzent und
Verbraucher. Kunden hatten hier die Gelegenheit, sich von den Vorteilen des
Fairen Handels zu überzeugen und davon, dass die Mehrgelder auch wirklich
bei den Bauern ankommen. Produzent Suarez lieferte selbst den besten Beweis
dafür. "In unserer Kooperative sichert der Faire Handel den Menschen das
Einkommen und hat die Lebensbedingungen in den vergangenen Jahren bei uns
enorm verbessert", versicherte Suarez. Pidecafe liefert derzeit 60 Prozent
seiner Erträge an den Fairen Handel. Der Kaffee stammt zu hundert Prozent
aus hochwertigem, biologischem Anbau.



Ganz nahe am Verbraucher

Ziel der Aktion insgesamt war es, "den Fairen Handel noch näher an den
Verbraucher heranzubringen", so TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath.
"Wir wollen unseren hohen Bekanntheitsgrad und Sympathievorschuss auch
direkt im Markt, am sogenannten Point of Sale abholen".

Dass dies gelungen ist, daran bestand bei allen Beteiligten nach Abschluss
der 14tägigen Aktion kein Zweifel. Zahlreiche Kunden ließen sich erstmals
von der Idee des Fairen Handels überzeugen und beschlossen, auch künftig
TransFair-Produkte zu kaufen. Andere greifen schon seit längerem zu
TransFair-Kaffee, -Tee oder -Orangensaft und hatten jetzt die Gelegenheit,
sich eingehend über Hintergründe des Fairen Handels zu informieren.



Die Siegelinitiative TransFair wurde 1992 gegründet und hat sich inzwischen
einen festen Platz erobert. Rund drei Millionen Menschen in Deutschland
kaufen TransFair-Produkte. Umsatz bisher: 500 Millionen Euro.
TransFair-Waren sind in 22.000 Supermarkt-Filialen und 800 Weltläden
bundesweit zu haben. Rund 800.000 Bauernfamilien in 39 Ländern profitieren
vom Fairen Handel. Er ermöglicht ihnen ein gesichertes Einkommen und die
Finanzierung vielfältiger sozialer Projekte.



Weitere Information zum Fairen Handel und zur Happy-Hour-Aktion "fair
schmeckt besser" finden Sie auf unserer Homepage www.transfair.org.


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Trans Fair: 10jährigen Bestehen | Siegelinitiative TransFair