Im Durchschnitt leben Vegetarier ein bis zwei Jahre länger als Fleischesser. Das vermittelte die Reformhaus-Akademie. Gleichzeitig gab der Vegetarierbund bekannt, dass sich die Zahl der Vegetarier in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren mehr als verzehnfacht habe - von 0,6 Prozent der Deutschen auf heute über acht Prozent. Das sind knapp sieben Millionen Menschen. Noch drastischer ging der Fleischkonsum zurück: Von jährlich 70 Kilogramm pro Person vor 12 Jahren auf heute 59,4 Kilogramm pro Person im Jahr. Die jüngste Shell-Studie hat gezeigt, dass 36 Prozent der jungen Deutschen öfter vegetarisch Essen. Die konsequenten Vegetarier sind vor allem jung, weiblich und gut ausgebildet. Die Hauptgründe für den fortschreitenden Vegetarismus sind Tierliebe und Protest gegen Massentierhaltung. Je weniger nach Fleisch nachgefragt wird, desto weniger Schlachttiere werden gehalten und getötet. Die BSE-Krise hat die Zahl der Vegetarier etwa verdoppelt. Vegetarisches Essen wird 2002 verbunden mit lecker, leicht und gesund. Vegetarier Treiben oft Sport, sind häufig Nichtraucher und trinken Alkohol in Maßen. Die Tierrechtsorganisation Peta macht darauf aufmerksam, dass jedes dritte deutsche Kind an Fettleibigkeit leide. Hauptursachen seien ein Übermaß an tierischen Fetten und Eiweiß sowie Bewegungsmangel.