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VZN warnt vor dem Ausverkauf !
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Kundenorientierte Beratung bei den Banken in Gefahr?
VZN warnt vor dem Ausverkauf qualifizierter und kundenorientierter Beratung bei Groß- und Genossenschaftsbanken.
Sollten in den laufenden Tarifverhandlungen die Bankenarbeitgeber sich mit ihren Vorstellungen durchsetzen, die Gehälter der Mitarbeiter um 35 % abzusenken und stattdessen künftig "erfolgsorientiert" zu bezahlen, ist damit der Einstieg in den Strukturvertrieb am Bankschalter gelegt: Der "Bankberater" wird vollends zum Vermittler - der Verkauf möglichst provisionsträchtiger Produkte wird das "Beratungsgespräch" bestimmen. Die individuellen Spar- oder Kreditbedürfnisse des einzelnen Kunden bleiben völlig auf der Strecke und es werde nicht mehr das angeboten, was dem Kunden nützt, sondern das was für das Geldinstitut profitabel ist, prognostiziert die Verbraucher-Zentrale Niedersachsen.
Wenn nach den Vorstellungen der Arbeitgeber der Tarifvertrag zukünftig nur noch 65 % der Gehälter festschreiben und den Rest provisionsabhängig gestalten sollte, wird für die Bankangestellten zwangsläufig der Druck erheblich zunehmen, nur solche Bankprodukte zu vermitteln, die die höchste Provision bringen, aber nicht unbedingt den individuellen Kundeninteressen entsprechen.
"Die Forderungen der Bankenarbeitgeber setzen falsche Zeichen," so der Geschäftsführer der Verbraucher-Zentrale Niedersachsen Bernd Winckler "und sind insbesondere bei dem zunehmend komplexeren und beratungsintensiveren Produkten der Finanzdienstleister kontraproduktiv. Vielmehr sei eine Qualitätsoffensive für die Beratung am Bankschalter angesagt".
Die Verbraucher-Zentrale Niedersachsen appelliert deshalb an die Arbeitgeber, die provisionsabhängige Vergütungs-Variante wieder einzukassieren und die Beratungsqualität in den Banken zu erhalten und zu sichern.
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