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ISSN 1610-0611
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VZN warnt vor dem Ausverkauf !

Kundenorientierte Beratung bei den Banken in Gefahr?

VZN warnt vor dem Ausverkauf qualifizierter und kundenorientierter
Beratung bei Groß- und Genossenschaftsbanken.

Sollten in den laufenden Tarifverhandlungen die Bankenarbeitgeber sich mit
ihren Vorstellungen durchsetzen, die Gehälter der Mitarbeiter um 35 %
abzusenken und stattdessen künftig "erfolgsorientiert" zu bezahlen, ist
damit der Einstieg in den Strukturvertrieb am Bankschalter gelegt: Der
"Bankberater" wird vollends zum Vermittler - der Verkauf möglichst
provisionsträchtiger Produkte wird das "Beratungsgespräch" bestimmen. Die
individuellen Spar- oder Kreditbedürfnisse des einzelnen Kunden bleiben
völlig auf der Strecke und es werde nicht mehr das angeboten, was dem
Kunden nützt, sondern das was für das Geldinstitut profitabel ist,
prognostiziert die Verbraucher-Zentrale Niedersachsen.

Wenn nach den Vorstellungen der Arbeitgeber der Tarifvertrag zukünftig nur
noch 65 % der Gehälter festschreiben und den Rest provisionsabhängig
gestalten sollte, wird für die Bankangestellten zwangsläufig der Druck
erheblich zunehmen, nur solche Bankprodukte zu vermitteln, die die höchste
Provision bringen, aber nicht unbedingt den individuellen Kundeninteressen
entsprechen.

"Die Forderungen der Bankenarbeitgeber setzen falsche Zeichen," so der
Geschäftsführer der Verbraucher-Zentrale Niedersachsen Bernd Winckler "und
sind insbesondere bei dem zunehmend komplexeren und beratungsintensiveren
Produkten der Finanzdienstleister kontraproduktiv. Vielmehr sei eine
Qualitätsoffensive für die Beratung am Bankschalter angesagt".

Die Verbraucher-Zentrale Niedersachsen appelliert deshalb an die
Arbeitgeber, die provisionsabhängige Vergütungs-Variante wieder
einzukassieren und die Beratungsqualität in den Banken zu erhalten und zu
sichern.

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www.vzniedersachsen.de
Herrenstr. 14, 30159 Hannover

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Tel:0511-91196-0 oder Fax:0511-91196-10
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