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ISSN 1610-0611
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Welcher Schulranzen? Tipps der Verbraucherzentrale


Welcher Schulranzen? - Tipps der Verbraucherzentrale

Vor Beginn des neuen Schuljahres wird in vielen Familien die Frage gestellt: „Welcher Ranzen für mein Kind soll es sein?“ Nach Meinung der Verbraucherzentrale MV sollte bei der Wahl des „Tornisters“ in erster Linie darauf geachtet werden, dass er den Anforderungen der Deutschen Norm DIN 58124 entspricht. Zusammen mit dem „GS“- Prüfzeichen ist dann im Allgemeinen sichergestellt, dass die wesentlichen Kriterien für einen guten Schulranzen berücksichtigt wurden: Wegen der größeren Tragestabilität sollten sie im Hochformat geschnitten sein. Damit die Wirbelsäule keinen Schaden nimmt, braucht der Ranzen ein stabiles Tragegestell und gut verstellbare, breite und abgepolsterte Tragegurte. Um Kinder vor Unfällen zu schützen, sollte der Ranzen durch rückstrahlende und fluoreszierende Teile sowohl bei Tageslicht als auch bei Dunkelheit gut sichtbar sein. Außerdem darf der Tornister nicht viel wiegen.

Die Vorteile von Leichtschulranzen aus Kunststoff sind unbestritten. Umweltfreundlich sind sie aber nicht gerade. Doch mittlerweile erobern auch leichte, pflanzlich gegerbte Lederranzen, die für Schulanfänger geeignet sind, den Markt. Pluspunkte für Leder sind vor allem die Reparaturfreundlichkeit, Strapazierfähigkeit und eine lange Lebensdauer. Ranzen und Taschen aus Leder können an Geschwister und andere Kinder weitergegeben werden. Rohstoffe zu schonen und Abfall zu vermeiden sind ökologische Ziele. Wer sie im Schüleralltag verfolgt, setzt auch beim Federmäppchen auf Langlebigkeit und zieht die stabile Lederausführung der poppigen Kunststoffversion vor. Ein etwas höherer Anschaffungspreis für ein langlebiges Produkt ist unterm Strich in aller Regel sogar kostengünstiger, als die Summe von kurzlebigen Ersatzbeschaffungen. Am besten sind leere Mäppchen, die nach Bedarf mit umweltfreundlichen Inhalt ausgerüstet werden.

Am Anfang dauert es ganz schön lange, bis ein Heft vollgeschrieben ist. Aber Papier ist bekanntlich geduldig. Später werden Hefte, Schreib- und Zeichenblöcke um so häufiger nachgekauft. Dabei kommt es darauf an, die Variante zu wählen, die die Umwelt am wenigsten belastet. Original-Umweltschutzpapier wird aus 100 Prozent Altpapier hergestellt, ohne die Druckfarben zu entfernen. Der Wasser- und Energieverbrauch ist deshalb am geringsten. Bleistifte und Buntstifte aus unlackiertem Holz sind umweltfreundlich. Besonders umweltbelastend sind Einwegstifte und Hüllen aus PVC- Kunststoff. Eine gute Alternative zu Filzstiften sind Buntstifte mit dicken, weichen Minen. Spitzer und Lineal aus Kunststoff zerbrechen leicht und wandern dann in den Müll. Langlebiger sind Spitzer aus Metall oder Holz mit austauschbarem Messer und Lineale aus unlackierter Buche mit Metalleinlage. Und nicht zuletzt: Das Pausenbrot ist bestens aufgehoben in leichten, haltbaren Brotboxen. Und Saft oder Tee gehören in wiederbefüllbare Getränkeflaschen.





Andreas Ptak
verbraucherzentrale-mv.de
05. 08 .2002


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