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Zahnersatzbetrug:

Zahnersatzbetrug:

Patienten sollen überhöhte Rechnungsbeträge zurückerhalten
„Nicht nur die Kassen, sondern auch die Verbraucher sind geschädigt“

- Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat im Zahnersatzskandal eine Erstattung der zu Unrecht verlangten Beträge an die Patienten gefordert. „Es ist daran zu erinnern, dass nicht nur die Kassen sondern auch die Patienten zu den Geschädigten zählen“, erklärte Thomas Isenberg, Leiter des Fachbereichs Gesundheit und Ernährung. Der vzbv appelliert an die Krankenkassen, nicht nur ihre eigenen, sondern auch die Regressansprüche ihrer Versicherten gegenüber den Zahnärzten geltend zu machen und die entsprechenden Beträge an die Betroffenen zurückzuzahlen. Die AOK Niedersachsen habe dies bereits angekündigt. Der vzbv forderte Aufklärung, welche Zahnärzte in den Skandal verstrickt seien.

Von insgesamt. 65.000 in Deutschland praktizierenden Zahnärzten haben nach AOK-Angaben rund 2000 günstigen Zahnersatz zu teuren Preisen bei den Krankenkassen und ihren Patienten abgerechnet. „Zur Zeit weiß niemand, wer genau betroffen ist und wer nicht“, sagte Isenberg. „Aber die Patienten wollen wissen, ob ihr Zahnarzt an dem Skandal beteiligt ist oder nicht.“ Staatsanwaltschaft und Krankenkassen sollten hier rasch Klarheit schaffen. Erst dann können Patienten gegebenenfalls die Qualität ihres Zahnersatzes überprüfen lassen und konkrete Beträge zurückfordern. Über die Qualität des betreffenden Zahnersatzes lasse sich derzeit keine Aussage machen. „Grundsätzlich spricht nichts gegen die Herstellung von Zahnersatz im Ausland zu günstigeren Preisen, sofern die in Deutschland geforderten Qualitätsstandards eingehalten werden“, betonte Isenberg.




§ Thomas Isenberg, Leiter des Fachbereichs Gesundheit und Ernährung

§ Carel Mohn, Pressesprecher,

Berlin, 22. November 2002


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