Titel Hamburg Initiativen Hamburg-Termine Inland International Magazin Archiv Suchen
International:
International


Themen:
EU
  EP: Abtreibungen legal
Umwelt & Natur
Mensch & Tier
Report
Krieg & Frieden • Menschen- u. Bürgerrechte
  IOM-Press (deutsch)
  IOM-Press (english)
  IMK
Presse- u. Informationsfreiheit
Initiativen
  IPPNW
  GfbV
  terre des hommes
  Amnesty
  attac
  DFG-VK
  Hilfe für Kinder
  Ärzte ohne Grenzen


Service:
Impressum
ISSN 1610-0611
Information
Intern
Newsletter
Archiv


Keine EU-Beitrittsverhandlungen ohne Amnestie

Keine EU-Beitrittsverhandlungen ohne Amnestie
für 5.600 kurdische politische Gefangene in der
Türkei

Ohne eine Amnestie für die rund 5.600 kurdischen
politischen Gefangenen in der Türkei darf Ankara
von der EU keinen Termin für den Beginn von
Beitrittsverhandlungen bekommen. Diese Forderung
hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV)
am Donnerstag an alle Staats- und
Regierungschefs der EU-Staaten gerichtet. „Nach
20 Jahren Bürgerkrieg hat in diesem Land ein
demokratischer Rechtsstaat nur dann eine Chance,
wenn die türkische Regierung die bereits seit 80
Jahren andauernde Verfolgung der kurdischen
Volksgruppe beendet“, schrieb der Präsident der
GfbV International, Tilman Zülch, in den nach
Kopenhagen zum EU-Gipfeltreffen gefaxten
Appellen an die Politiker. Die Freilassung der
politischen Gefangenen unter ihnen die
kurdische Parlamentarierin Leyla Zana - sei für
die Kurden, die ein Viertel der
Gesamtbevölkerung der Türkei stellen,
Voraussetzung für einen dauerhaften Frieden:
„Bitte tragen Sie dazu bei, dass sich das
Verhältnis zwischen Türken und Kurden
normalisieren kann und dort europäische Maßstäbe
der Behandlung von ethnischen Minderheiten
einkehren.“

Am Donnerstag beginnt in Kopenhagen das
zweitägige Gipfeltreffen der EU. Sie werden dort
die Erweiterung der Gemeinschaft um zehn
vorwiegend mittel- und osteuropäische Staaten
besiegeln sowie über den weiteren
Beitrittsprozess der Türkei entscheiden.

Im Zeichen der Versöhnung und Wiedergutmachung
für die rund 2,5 Millionen vertriebenen Kurden
in der Türkei steht auch die diesjährige
deutschlandweite Weihnachtsaktion der GfbV. Am
kommenden Mittwoch (18.12.) werden in 27 Städten
und Gemeinden an Bürgermeister oder
Ratsabgeordnete Entschließungsvorschläge
übergeben mit der Bitte, den Appell an die
Bundesregierung zu richten, den Wiederaufbau der
zerstörten 3.428 kurdischen Dörfer im Südosten
der Türkei zu unterstützen.

=========================================================
Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen =====================================================
Göttingen/Kopenhagen, den 12.12.2002=====


nach oben

--

< zurück --vorwärts > ↑ nach oben

Attac ruft zu Protestaktionen zum EU-Gipfel auf | Demonstration zur Rettung der Fischbestände