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ISSN 1610-0611
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Leben- und Schwulenfeindlichkeit in Serbien

Leben- und Schwulenfeindlichkeit in Serbien

Mit Unterstützung von ILGA und HIVOS Niederlande ist es gelungen, die noch
junge jugoslawische Schwulen- und Lesben-Selbsthilfeorganisation GAYTEN zu
fördern.

Sie hat eine Medienkampagne entwickelt, um in ihrem Land und in der
Balkan-Region für die Akzeptanz und das Selbstbestimmungsrecht sexueller
Minderheiten zu werben und auf die nach wie vor weit verbreiteten Vorurteile
und Diskriminierungen aufmerksam zu machen.

Die Werbeagentur NetMedia in Belgrad wurde angefragt, diese Kampagne
umzusetzen. Sie hat dies mit Hinweis auf mögliche Geschäftschädigung
abgelehnt.

Dieses Beispiel zeigt, dass es in Serbien derzeit kaum möglich ist, eine
demokratische Öffentlichkeit herzustellen, selbst dann nicht, wenn die
konzeptionellen und finanziellen Voraussetzungen gegeben sind.

In EU-Europa müssen wir uns immer wieder bewusst machen, dass vor unserer
unmittelbaren Haustür nach wie vor homophobe Lebensbedingungen herrschen.
Unsere Solidarität ist unverändert ein wichtiges Element, um Mut zu machen
und die dort lebenden Schwulen und Lesben spüren zu lassen, dass sie nicht
alleine sind.

Jens Petring, Südosteuropa-Beauftragter des LSVD:


Pressemitteilung von Gayten:

Netmedia - the case of open homophobia

Within the planned media campaign "Different
together"- for gay and lesbian rights, the activists
of Gayten- lgbt have contacted the advertising agency
Netmedia from Belgrade in order to rent their
billboards where the posters for the campaign on LGBT
rights would be placed.
Campaign organizers were ready to pay the full
package price of advertising on Netmedia billboards.
However, the organizers were told in Netmedia office
that their agency doesn't want to be connected with
the campaign for gay/lesbian rights in any way. The
owner referred to the "reputation" of the firm and to
business partners who would disapprove of the alleged
participation of Netmedia in the campaign. He also
added the well-known comment for such occasions that
"We live in the Balkans."
By refusing to work with the organization for gay and
lesbian rights the employed at Netmedia displayed an
open homophobia and discrimination. Therefore, we
think that all potential clients should be informed
about Netmedia's "professionalism" and reconsider
whether they would be interested in working with such
an intolerant firm.

The address of Netmedia is:
NetMedia Office
Web Site :: http://www.NetMedia.co.yu


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