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Lenkzeiten in Europa auf neun Stunden begrenzen

Verkehr/EU

Lenkzeiten in Europa auf neun Stunden begrenzen

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) appellierte an die
Mitglieder des Verkehrsausschusses des Europäischen Parlaments, sich für die
sozialen Belange der professionellen Fahrerinnen und Fahrer einzusetzen. Der
Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments berät am Dienstag (05.11.) in
Brüssel abschließend über die Neufassung der Europäischen Sozialvorschriften
zu den Lenk- und Ruhezeiten.

ver.di fordert, dass die täglichen Lenkzeiten ausnahmslos auf maximal neun
Stunden begrenzt werden. Auch sollten Fahrerinnen und Fahrer nicht länger
als 45 Stunden in der Woche oder höchstens 80 Stunden während einer
Doppelwoche hinter dem Steuer sitzen. Zudem dürfe die tägliche Ruhezeit,
dann, wenn zwei Fahrer gemeinsam unterwegs sind, nicht wie vorgesehen im
fahrenden Fahrzeug verbracht werden.

ver.di wies darauf hin, dass allein in der Bundesrepublik Deutschland im
vergangenen Jahr 1500 Menschen bei Lkw-Unfällen getötet wurden. Die Chancen,
sozial gerechtere Arbeitsbedingungen für Fahrerinnen und Fahrer einzuführen
und für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen, dürften jetzt nicht verpasst
werden, mahnte ver.di.

04.11.2002


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