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Sitzung der EU-Fischereiminister in Luxemburg: WWF-Protestaktion gegen Überfischung
Zu Beginn der heutigen EU-Fischereiratssitzung in Luxemburg demonstrierten WWF-Aktivisten als Fische verkleidet gegen die Überfischung der Meere. Sie überreichten den Fischereiministern einen Brief des WWF-Generaldirektors Claude Martin und forderten sie auf, bei ihren Verhandlungen keine Kompromisse einzugehen sondern konkrete Maßnahmen zu beschließen, damit die Fischerei endlich nachhaltig wird.
„Die Fischbestände sind in den vergangenen Jahren immer mehr geschrumpft und viele Bestände stehen kurz vor dem Zusammenbruch. Die EU-Fischereiminister haben jetzt die einmalige Chance, mit der Reform der Fischereipolitik die Weichen für eine nachhaltige Fischerei in Europa zu legen. Deshalb darf die Reform nicht durch Zugeständnisse an einzelne Länder oder Interessengruppen gefährdet werden“, forderte Heike Vesper vom WWF.
Nach Ansicht des WWF sollten sich die EU-Minister ein Beispiel nehmen an Ländern, die erst kürzlich weitreichende Entscheidungen für die Umwelt getroffen haben: Schweden hat beschlossen, die Kabeljaufischerei in den schwedischen Gewässern der Ostsee einzustellen, Australien hat ein 6,5 Millionen Hektar großes Meeresschutzgebiet in den Gewässern der Antarktis eingerichtet und sogar Mosambik, eines der ärmsten Länder der Welt, hat innerhalb des neuen Quirimbas Nationalparks ein 1.500 km⊃2; großes Meeresschutzgebiet eingerichtet, in dem früher nicht nachhaltig gefischt wurde. Auch der Bazaruto Nationalpark in Mosambik wurde auf 1.400 km⊃2; vergrößert und umfasst nun Gebiete, in denen z.B. Seekühe durch Industriefischerei stark bedroht wurden.
Der WWF fordert die EU-Minister auf, konkrete Maßnahmen zum Abbau der Fischereiflotten zu beschließen, die Vergabe von Subventionen nur für nachhaltige Fischereien zu erlauben. Die Fischereiabkommen der EU mit Staaten außerhalb Europas müssen sicherstellen, dass die Fischbestände in diesen Regionen nicht überfischt und die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung respektiert werden.
WWF Deutschland Rebstöcker Straße 55 60326 Frankfurt 15.10.02:
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