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Handel mit Blutdiamanten muss beendet werden
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Diamantenhandel/Konferenz in Interlaken
amnesty: Handel mit Blutdiamanten muss beendet werden
Diamantenhandel darf nicht der Finanzierung von Bürgerkriegen und Menschenrechtverletzungen dienen / amnesty international fordert lückenlose Überwachung von Diamantenexporten
Berlin, 04. November 2002 ? "Von Interlaken muss ein Signal zum Handeln ausgehen. Der Abschluss des Kimberley-Prozesses darf nicht dazu führen, dass sich Regierungen und Diamantenindustrie zurücklehnen. Diamanten dürfen nicht länger mit Menschenrechtsverletzungen in Verbindung stehen." Dies forderte der ai-Diamanten-Experte Kolja Jeuthe anlässlich der heute im schweizerischen Interlaken beginnenden Konferenz über ein internationales Zertifizierungssystem für den Diamantenhandel. Sie wird den so genannten "Kimberley-Prozess" abschließen. Die Herkunftszertifizierung soll am 1. Januar 2003 in Kraft treten.
amnesty international weist seit langem darauf hin, dass der Handel mit Diamanten zu massiven Menschenrechtsverletzungen beiträgt. In Angola, der Demokratischen Republik Kongo und in Sierra Leone wurden und werden Bürgerkriege mit Gewinnen aus dem Diamantenhandel finanziert. Unternehmen, die Edelsteine von bewaffneten Kriegsparteien kaufen, machen sich für politische Morde, Verstümmelungen, Vergewaltigungen und Entführungen mitverantwortlich.
Der vor zwei Jahren aufgenommene Kimberley-Prozess, an dem sich Unternehmen, Regierungen und Nichtregierungsorganisationen beteiligen, soll den Handel mit den so genannten "Blutdiamanten" unterbinden. Ein internationales Zertifizierungssystem soll dafür sorgen, dass die Herkunft von Diamanten transparent wird. amnesty international fordert diesbezüglich:
· Alle beteiligten Regierungen müssen die Beschlüsse von Interlaken in ihre nationale Gesetzgebung umsetzen und ab deren Inkrafttreten alle Verstöße gegen die Vereinbarungen strikt bestrafen. · Die Vertreter der beteiligten Diamantenhandelsunternehmen müssen die Details ihrer Selbstverpflichtung offen legen und dafür sorgen, dass alle am Handel Beteiligten diese beachten. · Sämtliche Diamantenexporte müssen lückenlos von den Minen bis zur Ausfuhr überwacht werden. · Die unterzeichnenden Regierungen dürfen keine Menschenrechtsverletzungen in den regulären Diamantenminen dulden, wie sie ai beispielsweise in einem Bericht über die Republik Kongo dokumentiert hat.
amnesty international 4.11.02
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ai-Bericht: Kriegsverbrechen d. israelischen Armee | Diamantenhandel/ Konferenz in Interlaken
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