Titel Hamburg Initiativen Hamburg-Termine Inland International Magazin Archiv Suchen
International:
International


Themen:
EU
  EP: Abtreibungen legal
Umwelt & Natur
Mensch & Tier
Report
Krieg & Frieden • Menschen- u. Bürgerrechte
  IOM-Press (deutsch)
  IOM-Press (english)
  IMK
Presse- u. Informationsfreiheit
Initiativen
  IPPNW
  GfbV
  terre des hommes
  Amnesty
  attac
  DFG-VK
  Hilfe für Kinder
  Ärzte ohne Grenzen


Service:
Impressum
ISSN 1610-0611
Information
Intern
Newsletter
Archiv


ISRAEL/BESETZE GEBIETE: Kinderleben ohne Wert

ISRAEL/BESETZE GEBIETE
Kinderleben ohne Wert

Zahl der getöteten Kinder auf beiden Seiten hoch wie nie /
UN-Kinderrechtskonvention missachtet / amnesty international fordert
Ende der Straffreiheit und Umdenken / neuer Bericht dokumentiert
zahlreiche Einzelfälle

Berlin, 30. September 2002 - Wie nie zuvor sind Kinder zur
Zielscheibe im israelisch-palästinensischen Konflikt geworden. Mehr
als 250 palästinensische und 72 israelische Kinder wurden in den
letzten 23 Monaten in Israel und den besetzten Gebieten getötet. Da
sowohl die verantwortlichen israelischen Soldaten als auch die
bewaffneten palästinensischen Kämpfer dabei straffrei ausgehen, hat
das Leben eines Kindes in diesem Konflikt kaum noch einen Wert. Zu
diesen Ergebnissen kommt ein aktueller Bericht, den amnesty
international (ai) anlässlich der morgigen Behandlung der
israelischen Situation im UN-Kinderrechtsausschuss vorstellt. ai
fordert beide Konfliktparteien auf, die Bestimmungen der ? von Israel
ratifizierten ? UN-Kinderrechtskonvention einzuhalten sowie
Todesfälle einzeln zu untersuchen und die Verantwortlichen zur
Rechenschaft zu ziehen. Die israelische Regierung darf sich der
Entsendung internationaler Beobachter in die Region nicht länger
widersetzen.

"Weder das israelische Militär noch die bewaffneten
Palästinensergruppen respektieren die Sicherheit von Kindern und
Zivilisten während der andauernden Intifada", sagte amnesty
international. "Nur ein Umdenken auf beiden Seiten kann das Sterben
weiterer Kinder verhindern."

Die meisten palästinensischen Kinder kamen ums Leben, wenn
israelische Soldaten exzessiv und gesetzwidrig gegen Demonstranten
und Steinewerfer vorgingen. Allein in den ersten drei Monaten der
zweiten Intifada wurden so 80 palästinensische Kinder getötet. Im
vergangenen Jahr kamen palästinensische Kinder ums Leben, als die
Armee willkürlich das Feuer eröffnete und Wohngebiete mit Granaten
beschoss oder bombardierte, obwohl es keine Gefechte gab und das
Leben der Soldaten nicht in Gefahr war. Andere starben, als die
israelische Armee ohne Warnung gezielt palästinensische Häuser
zerstörte und Sprengladungen in dicht besiedelten Gebieten einsetzte.
Die große Zahl getöteter und verletzter Kinder und die Umstände,
unter denen sie starben, weisen darauf hin, dass die Armee sich wenig
oder gar nicht bemüht hat, Kinder vor Schaden zu bewahren.
Israelische Kinder wurden von bewaffneten Palästinensergruppen sowohl
in den besetzten Gebieten als auch innerhalb Israels getötet. Etwa 70
Prozent der Opfer kamen bei palästinensischen Selbstmordattentaten
ums Leben, andere bei Schießereien oder Bombenangriffen auf Autos
oder öffentliche Busse. In den vergangenen 18 Monaten nahmen die
Angriffe auf israelische Zivilisten deutlich zu, und immer mehr der
Opfer waren Kinder. Allein in den ersten sieben Monaten des Jahres
2002 wurden 36 israelische Kinder von bewaffneten
Palästinensergruppen getötet, 19 in Israel und 17 in den besetzten
Gebieten.

Der vollständige Bericht ist abrufbar unter:
http://www.web.amnesty.org/ai.nsf/index/mde020052002


amnesty international
Pressestelle
10411 Berlin

Menschenrechtsarbeit ist nicht umsonst. Wenn Sie die Arbeit von amnesty
international auch finanziell unterstützen möchten, können Sie das ganz
einfach hier tun:
https://www2.amnesty.de/internet/formulare.nsf/Spenden
Oder spenden Sie auf das Konto 80 90 100,
Bank für Sozialwirtschaft BLZ 370 205 00

01.10.02


nach oben

--

< zurück --vorwärts > ↑ nach oben

Bilaterale Abkommen mit d. USA sind nicht zulässig | Diskriminierung v. Psych. Kranken in Bulgarien