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ISSN 1610-0611
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DAKS kündigt Widerstand gegen Heckler & Koch an

DAKS kündigt Widerstand gegen Heckler & Koch an

Medien haben in den vergangenen Tagen über den bevorstehenden Rückkauf von
Heckler & Koch (H&K) durch eine deutsche Investorengruppe berichtet. 1991
war H&K von Royal Ordnance, seinerseits ein Tochterunternehmen der Britisch
Aerospace Systems (BAe), erworben worden.

„Gemessen an der Zahl der Empfängerländer ist Heckler & Koch deutscher
Meister bei Rüstungsexporten. Bei der Vergabe von Lizenzen im
Handfeuerwaffenbereich ist H&K sogar weltweit führend“, erklärte
DAKS-Sprecher Jürgen Grässlin, der darauf verwies, dass 63 Prozent aller
Toten und Verletzen in Kriegen durch Gewehre verursacht würden.

Grässlin verwies darauf, dass das Oberndorfer Unternehmen „in Zukunft noch
mehr Profite mit dem Tod von Menschen machen“ werde, wie die aktuellen
Verkäufe bei den Waffensystemen HK33 und G36 belegen würden. Da ein
US-Konsortium unter Führung der Alliant Techsystems (ATK) mit Beteiligung
von H&K die Ausscheidung für die neue Handfeuerwaffe gewonnen habe, stehe
den Oberndorfer Waffenproduzenten „ein Großauftrag bisher unerreichten
Ausmaßes ins Haus“. Mit der von Heckler & Koch entwickelten „neuen
Wunderwaffe“ Objective Individual Combat Weapon (OICW) werde die US-Army
weltweit intervenieren. Laut Grässlin sei es „eine Frage der Zeit, bis wann
OICW-Gewehrexporte in Kriegsgebiete folgen“ würden.

Den Verkaufserfolgen stehe „eine grausame Schreckensbilanz gegenüber“, wirft
Grässlin H&K vor. Durch seine waffentechnischen Entwicklungen,
Rüstungsexporte und Lizenzvergaben habe Heckler & Koch „unzählige Tote und
Verstümmelte zu verantworten“. Mit dem Rückkauf sei die Zeit vorbei, „in der
die H&K-Geschäftsführung die Verantwortung für die Beihilfe zum Massenmord
nach Großbritannien abschieben“ könne, meint Grässlin. DAKS kündigte
Aktionen in der Waffenstadt Oberndorf an.

gez. André Maertens, DAKS-Koordinator


Paul Russmann Jürgen Grässlin
Vorstand der Kampagne gegen Rüstungsexport Deutsche Friedensgesellschaft
Vereinigte
bei Ohne Rüstung Leben KriegsdienstgegnerInnen(DFG-VK),

Kurt Bangert Andrea Kolling
WORLD VISION DEUTSCHLAND e.V. BUKO-Kampagne <Stoppt den Rüstungsexport!>


Im DAKS arbeiten im Rahmen ihrer spezifischen Mandate und eigenen
Aufgabengebiete mit:
BUKO-Kampagne „Stoppt den Rüstungsexport!“, Bremen;
Deutsche Friedensgesellschaft Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Velbert;
Internationale Initiative, Köln;
medico international, Frankfurt;
Ohne Rüstung Leben (ORL), Stuttgart;
RüstungsInformationsBüro (RIB), Freiburg;
world vision, Frankfurt, Yek-kom sowie zusätzliche Gruppen aus dem
Friedens-, Menschenrechts- und entwicklungspolitischen Zusammenhang. Weitere
Organisationen sind zur Mitarbeit eingeladen.

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29.11.02


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Konferenz "Alternativen zur Gewalt" am Sonntag 27.