Tschetschenischen Friedensbeauftragten freilassen
GfbV: EU-Einreiseverbot für Putin statt Festnahme des tschetschenischen Friedensbeauftragten
Als Einknicken vor den Drohgebärden Wladimir Putins und als Schlag gegen eine Friedenslösung in Tschetschenien hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) heute die Festnahme des tschetschenischen Beauftragten für Friedensverhandlungen mit Moskau, Achmed Zakajew, verurteilt. „Wir fordern Dänemark und die Europäische Union auf, Herrn Zakajew sofort freizulassen“, forderte GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch am Mittwoch in Göttingen. „Es kann nicht sein, dass der Hauptverantwortliche für den Völkermord an bisher 80.000 tschetschenischen Kindern, Frauen und Männern, Russlands Präsident Putin, den Friedensbeauftragten des demokratisch gewählten Präsidenten Tschetscheniens, Maschadow, in einem EU-Mitgliedsstaat festnehmen lässt. Von Stunde zu Stunde bekommen wir neue Berichte von tschetschenischen Menschenrechtlern, denen zufolge russische Okkupationstruppen immer mehr Menschen verhaften, entführen, foltern und töten. Dänemark und die EU sind verpflichtet, die Konvention der Vereinten Nationen zur Verhütung und Bestrafung des Völkermordes anzuwenden. Wir fordern sie deshalb auf, zukünftige Besuche des russischen Präsidenten und Hauptverantwortlichen für den Massenterror gegen die tschetschenische Bevölkerung durch ein Einreiseverbot solange zu unterbinden, bis dieser endlich Verhandlungen mit der tschetschenischen Regierung aufgenommen hat.
=============================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin ==================================
Göttingen, 30. Oktober 2002
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