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ISSN 1610-0611
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Tschetschenischen Friedensbeauftragten freilassen

Tschetschenischen Friedensbeauftragten freilassen

GfbV: EU-Einreiseverbot für Putin statt Festnahme
des tschetschenischen Friedensbeauftragten

Als Einknicken vor den Drohgebärden Wladimir
Putins und als Schlag gegen eine Friedenslösung
in Tschetschenien hat die Gesellschaft für
bedrohte Völker (GfbV) heute die Festnahme des
tschetschenischen Beauftragten für
Friedensverhandlungen mit Moskau, Achmed
Zakajew, verurteilt. „Wir fordern Dänemark und
die Europäische Union auf, Herrn Zakajew sofort
freizulassen“, forderte GfbV-Generalsekretär
Tilman Zülch am Mittwoch in Göttingen. „Es kann
nicht sein, dass der Hauptverantwortliche für
den Völkermord an bisher 80.000
tschetschenischen Kindern, Frauen und Männern,
Russlands Präsident Putin, den
Friedensbeauftragten des demokratisch gewählten
Präsidenten Tschetscheniens, Maschadow, in einem
EU-Mitgliedsstaat festnehmen lässt. Von Stunde
zu Stunde bekommen wir neue Berichte von
tschetschenischen Menschenrechtlern, denen
zufolge russische Okkupationstruppen immer mehr
Menschen verhaften, entführen, foltern und
töten. Dänemark und die EU sind verpflichtet,
die Konvention der Vereinten Nationen zur
Verhütung und Bestrafung des Völkermordes
anzuwenden. Wir fordern sie deshalb auf,
zukünftige Besuche des russischen Präsidenten
und Hauptverantwortlichen für den Massenterror
gegen die tschetschenische Bevölkerung durch ein
Einreiseverbot solange zu unterbinden, bis
dieser endlich Verhandlungen mit der
tschetschenischen Regierung aufgenommen hat.


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Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
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Göttingen, 30. Oktober 2002



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