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Afghanische Verfassung u. Frauenrechte
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Neue afghanische Verfassung muss sich an Frauenrechten messen lassen Knapp ein Jahr nach der ersten Afghanistan-Konferenz wird über den Wiederaufbau und die Stabilisierung des Landes beraten. Zur heutigen Nachfolgekonferenz mahnte die AsF - Landesvorsitzende Katrin Behrmann die Wiederherstellung der Frauenrechte in Afghanistan an.
Das Engagement der Bundesregierung muss der Wiederherstellung der Rechte der Frauen in Afghanistan dienen, forderte Katrin Behrmann. So müsse die neue Verfassung, die zur Zeit in Afghanistan erarbeitet wird internationalen Standards entsprechen und auf demokratischen und rechtsstaatlichen Grundsätzen beruhen. Es genüge nicht, wenn "afghanische Fachleute" eine Verfassung, die auch islamische Normen und die Tradition der Stammesgesellschaft einbezieht, empfehlen. Afghanische Frauen haben ein Anrecht auf die volle Gleichberechtigung. Hierzu gehöre die Wiederherstellung der Rechte der Frauen in Anlehnung an die afghanische Verfassung von 1964 und ein Verfassungsgebot, dass Gleichberechtigung und Schutz vor Unterdrückung und Diskriminierung bietet. Die Unterdrückung der Frauen in Afghanistan muss ein für allemal vorbei sein. Frauen müssen freien Zugang zu Bildung und Ausbildung und zu allen politischen Ämtern erhalten. Es gelte Gewalt und Ausschluss vom öffentlichen Leben zu überwinden, auch die Beteiligung von Frauen an der großen Ratsversammlung, die im nächsten Jahr über die Verfassung beschließt, der "Loja Jirga" isei noch stark verbesserungsbedürftig.
Katrin Behrmann verwies darauf, dass Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul bereits im Juni 02 vor einem Rückfall in fundamentalistische Positionen gewarnt und ihren "schärfsten Widerstand gegen Rückgriffe auf die Sharia" erklärt hatte. Dies gilt es nun durchzusetzen.
Deutschland unterstützt den Wiederaufbau Afghanistans mit jährlich 80 Millionen Euro. Ein Schwerpunkt sind Einschulungsprogramme für Mädchen, Fortbildung von weiblichen Fachkräften, vor allem im Gesundheits-, Bildungs- und Verwaltungsbereich und Existenzgründungen von Frauen.
PM AsF 02.12.2002 Bülent Ciftlik Referent SPD Landesorganisation Hamburg Kurt-Schumacher-Allee 10 20097 Hamburg
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