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ISSN 1610-0611
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Amina Lawal ist gegen Boykott

"Miss-World"-Wahl in Nigeria:
Amina Lawal spricht sich gegen Boykott aus

Die zum Tod durch Steinigung verurteilte
Nigerianerin Amina Lawal hat sich nach
Informationen der Gesellschaft für bedrohte
Völker (GfbV) gegen einen Boykott der für den 7.
Dezember 2002 in Nigeria geplanten "Miss World"-
Wahl ausgesprochen. Dies hat der Generalsekretär
der italienischen Hilfsorganisation "Hands Off
Cain" der Menschenrechtsorganisation am Dienstag
telephonisch bestätigt. "Lassen Sie sie
kommen", habe Amina Lawal während eines Gespräch
in der italienischen Botschaft in Nigeria
gesagt, "ich bin zuversichtlich, dass mein Fall
ein gutes Ende finden wird, da mich so viele
Menschen aus aller Welt besuchen." Hands Off
Cain setzt sich seit Jahren gegen die
Todesstrafe in Nigeria ein. Eine Delegation der
Organisation war vom 14. bis 18. Oktober 2002 in
Nigeria, um mit Amina Lawal und der
nigerianischen Regierung Kontakt aufzunehmen.

Sechs Kandidatinnen der Miss World-Wahl, die
ihre Teilnahme an dem Schönheitswettbewerb mit
Rücksicht auf Amina Lawals Verurteilung abgesagt
hatten, erklärten inzwischen nach Informationen
der Veranstalter, sie würden nun doch nach
Nigeria kommen. Schon vor Wochen hatte die GfbV
von einem Boykott abgeraten und an die
Veranstalter appelliert, die Miss World-Wahl für
Proteste gegen die menschenverachtenden
Steinigungsurteile und gegen die Scharia in
Nigeria zu nutzen.



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Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
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29.10.2002


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