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das Anti-Terror-Paket der GTZ
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Krisenvorbeugung konkret:
das Anti-Terror-Paket der GTZ im Auftrag der Bundesregierung
Eschborn, 04. September 2002. Nach den Terroranschlägen am 11. September des vergangenen Jahres hat die Bundesregierung schnell und entschlossen gehandelt und finanzielle Mittel bereitgestellt. Vom BMZ erhielt die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) rund 30 Millionen Euro für das Anti-Terror-Paket (ATP). Das Programm richtet sich speziell an ärmere Bevölkerungsgruppen in Krisenregionen und soll den Ursachen von Krisen, Konflikten oder Terrorismus entgegen wirken. Mittlerweile sind weltweit insgesamt 39 Vorhaben des ATP angelaufen:
„Mit dem ATP wollen wir gezielt dazu beitragen, die Gewaltbereitschaft von ärmeren Bevölkerungsgruppen zu vermindern“, sagt Uwe Kievelitz, bei der GTZ verantwortlich für Krisenprävention und Konfliktbearbeitung. Die Arbeit konzentriert sich auf Krisenländer in den Regionen Zentralasien, Südosteuropa, Nahost und Maghreb sowie auf ausgewählte Länder Afrikas, Süd-Ostasiens sowie Lateinamerikas. Kievelitz: „Bei den spezifisch auf krisenpräventive und gewaltmindernde Wirkungen ausgerichteten Projekten, handelt es sich nicht um isolierte Maßnahmen, sondern wir koppeln mit unseren Vorhaben an bereits bestehende Strukturen an und arbeiten verstärkt mit Nichtregierungsorganisationen zusammen.“
Ein typisches Beispiel für die Arbeitsweise des ATP aus Sri Lanka: Die Berufsberatung wird gezielt auf die vom Bürgerkrieg besonders betroffenen Nord- und Ostprovinzen ausgedehnt. Parallel entstehen neue Ausbildungsgänge und spezifische Lehrpläne, um junge Arbeitslose zu qualifizieren. Die Lehrkräfte werden nicht nur fachlich, sondern auch im Umgang mit den vorhandenen Gewaltpotentialen fortgebildet. Die Förderung qualifizierter Beschäftigung von Jugendlichen soll Radikalisierungstendenzen vorbeugen und sie besser in die lokale Gemeinschaft integrieren. Das Beschäftigungs- und Produktivitätsniveau soll steigen und den Menschen in der Region neue Perspektiven ermöglichen.
Bei den Maßnahmen des ATP handelt es sich entweder um den Ausbau bestehender Projekte, zum Beispiel die Unterstützung von lokalen Selbsthilfegruppen im Senegal, die in Konflikten zwischen ansässiger und zurückkehrender Bevölkerung vermitteln, oder aber um Neuvorhaben wie die Trauma- und Versöhnungsarbeit in Serbien. Das Spektrum der Aktivitäten ist breit. Es zieht sich durch alle gesellschaftlichen Bereiche: von Jugendlichen ohne Ausbildung in Usbekistan, über die Versöhnungskommission in Ruanda bis zu IGAD, einem Zusammenschluss der Länder am Horn von Afrika, um Grenzkonflikte oder Handelsstreitigkeit friedlich zu lösen.
„Wir unterstützen mit unserem Anti-Terror-Paket die Gesamtstrategie der Bundesregierung zur Terrorbekämpfung“, sagt Kievelitz. „Aber wir müssen auch die Grenzen unserer Intervention klar sehen. Wir können mit unserer Arbeit signifikant Ursache und Potenzial mindern – Terrorismus verhindern jedoch nicht.“
Die GTZ ist ein weltweit tätiges Bundesunternehmen für internationale Zusammenarbeit. In 130 Ländern realisieren mehr als 10.000 Mitarbeiter der GTZ rund 2700 Entwicklungsprojekte und -programme, vornehmlich im Auftrag der deutschen Bundesregierung.
Redaktion:
Hans Stehling Telefon: 06196/79-1177 Email: Hans.Stehling@gtz.de
Jörg Hilger GTZ-Unternehmenskommunikation Interne und Externe Kommunikation
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