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ISSN 1610-0611
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Gründung einer International Peace Force!

Endlich eine Alternative zu Krieg und Militär:
DFG-VK unterstützt die Gründung einer International Peace Force!

„Endlich konkretisiert sich eine wirkliche Alternative zu Krieg und Militär
“, freut sich Stephan Brües, Fachreferent für Friedenspolitik der DFG-VK.
Ein internationaler Verband ziviler Friedensfachkräfte (‚International Peace
Force’) wird am kommenden Wochenende in Indien gegründet.
„Die internationalen Friedensfachkräfte werden an konkreten Projekten
zeigen, dass es Alternativen zur kriegerischen Austragung von Konflikten
gibt“, erklärt Stephan Brües, der auch Vertreter der DFG-VK beim „Bund für
Soziale Verteidigung“ ist, einem Mitorganisator der ‚International Peace
Force’.

In Indien werde die ‚International Peace Force’ als internationale
Nicht-Regierungsorganisation gegründet und eine Entscheidung über ein
Pilotprojekt getroffen werden, das Mitte nächsten Jahres starten soll.
Die Idee der internationalen Friedensfachkräfte sei es, mit ca. 200
aktiven, trainierten Langzeit-Freiwilligen und 400 ReservistInnen für
kurzfristige Einsätze in Projekten der gewaltfreien Intervention zu
beginnen, um dann bis zum Jahr 2010 ständig 2.000 Aktive und 4.000
ReservistInnen zur Verfügung zu haben.

Im Unterschied zum deutschen Zivilen Friedensdienst, der sich auf
Konfliktnachsorge (‚Peacebuilding’) konzentriere, will die International
Peace Force sich auf Methoden und Strategien beschränken, die der
Gewaltverhinderung (‚Peacekeeping’) zuzuordnen seien: Begleitung von
AktivitistInnen vor Ort und bedrohten Gruppen, Beobachtung, Dazwischentreten
in Gewaltsituationen u.ä.. Gerade in diesem Bereich werde von Seiten der
Betroffenen in Konfliktregionen ein hoher Bedarf gesehen, der derzeit nicht
erfüllt werden könne.

Um einen Einsatz von 2.000 Aktiven samt ReservistInnen und Hilfskräften für
ein Jahr möglich zu machen, werde ein Budget von etwa 70 80 Millionen
US-Dollar gebraucht.
„Diese Mittel sollten aus dem bisher für Militär und Rüstung ausgegebenen
Finanztopf genommen werden“, meint Brües und verweist auf die Forderung der
DFG-VK-Kampagne „Schritte zur Abrüstung“ nach jährlich 500 Millionen Euro
für zivile Konfliktbearbeitung und Friedensforschung (vgl.
www.schritte-zur-abruestung.de) .

Der Bund für Soziale Verteidigung hat eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen,
die das Konzept in Deutschland bekannt machen und weiter entwickeln will.
Wer sich darüber informieren will, wende sich an den Bund für Soziale
Verteidigung (Tel.: 0571/29456, Fax: 0571/23019, e-mail:
soziale_verteidigung@t-online.de; Internet: www.soziale-verteidigung.de;
englisch: www.nonviolentpeaceforce.org) oder Stephan Brües (02051/955270).

Velbert, den 26.11.02

Stephan Brües
Fachreferent für Friedenspolitik der DFG-VK und
Vertreter der DFG-VK im Bund für Soziale Verteidigung


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