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ISSN 1610-0611
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Hungersnot droht im Nordosten Afrikas

Hungersnot Äthiopien: Nahrungsmittel für 2 Millionen Euro
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) plant Nahrungsmittel im Wert bis zu zwei Millionen Euro in Äthiopien zu verteilen. Damit reagiert das DRK mit Unterstützung der Bundesregierung auf eine Hungerkatastrophe, die infolge einer schweren Dürre den Nordosten Afrikas bedroht. Rotkreuz-Experten prognostizieren, daß in den kommenden Monaten 6-8 Millionen Menschen in der Region betroffen sind. Das Welternährungsprogramm rechnet sogar mit 14 Millionen Äthio-piern, die auf Lebensmittellieferungen angewiesen sein werden. Das DRK war in den letzten Jahren im Norden Äthiopiens mit Wasser- und Gesundheitsprojekten aktiv.
Im südlichen Afrika dauert die Hungerkatastrophe an und 13 Millionen Menschen, insbesondere Kindern, droht der Hungertod. Der Wechsel von Über-flutungen und Trockenheit, sinkende Ernteerträge, die Ausbreitung von Aids, Krieg und Misswirtschaft sind Gründe für die humanitäre Katastrophe. Das DRK versorgt insbesondere Waisenkinder, stillende Mütter, ältere Menschen, HIV-Infizierte und Kleinbauern.
Das DRK weitet seine Hilfen, die sich bisher auf Swasiland und Lesotho konzentrierten, aus und plant Nahrungsmittel und Saatgut auch in Malawi und Sambia zu verteilen. Die zwei Länder sind neben Simbabwe am stärksten von der Hungersnot betroffen und der Bedarf an Lebensmittelhilfe ist nur lückenhaft gedeckt. In Angola kümmert sich das Internationale Rote Kreuz um Tausende von intern vertriebenen Menschen, die dringend auf Hilfe angewiesen sind.
Für Interviews über die Situation im südlichen Afrika steht der DRK-Mitarbeiter vor Ort Clemens von Heimendahl zur Verfügung: Tel: 00258-82-319120

Für die Hilfe im südlichen und nordöstlichen Afrika benötigt das Rote Kreuz dringend Spenden auf folgendes Sonderkonto.
Deutsches Rotes Kreuz
Spendenkonto 41 41 41
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ: 370 205 00
Kennwort: Afrika
onlineSpende: www.DRK.de

DRK-Pressestelle
Berlin, 15.Oktober 2002
78/02


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