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„rapide zunehmende Gleichgültigkeit“
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Tag der Menschenrechte (10.12.2002) Gesellschaft für bedrohte Völker beklagt „rapide zunehmende Gleichgültigkeit“ der Bundesregierung gegenüber Menschenrechtsverletzungen
Anlässlich des internationalen Tages der Menschenrechte (10.12.) hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) der Bundesregierung „rapide zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber Menschenrechtsverletzungen“ vorgeworfen. Es sei unerträglich, dass Gerhard Schröder und sein Außenminister Joschka Fischer wegen der guten Wirtschaftsbeziehungen zu Russland eine neue Welle schlimmster Kriegsverbrechen der russischen Armee an der tschetschenischen Zivilbevölkerung in Kauf nähmen, führte der GfbV- Generalsekretär Tilman Zülch am Montag in Göttingen als Beispiel an. So häuften sich Berichte über Verschwindenlassen von Zivilisten nach so genannten Säuberungsaktionen in tschetschenischen Dörfern. Viele der Verschleppten würden ermordet. Fast täglich erhalte die GfbV Fotos ihrer bis zur Unkenntlichkeit verstümmelten Leichen. Selbst diejenigen, denen die Flucht ins benachbarte Inguschetien gelungen sei, seien nicht mehr sicher: Flüchtlingslager würden jetzt aufgelöst und die Menschen zwangsweise zurück ins Kriegsgebiet gebracht.
„Genauso verantwortungslos ist es, dass sich Schröder derzeit für einen Beitritt der Türkei in die EU stark macht“, erhärtete Zülch den Vorwurf der GfbV gegen die Bundesregierung. „Dort wird die Vertreibung von 2,5 Millionen Kurden zementiert, weil die türkische Regierung den Wiederaufbau der 3.428 von der Armee zerstörten Dörfer im Südosten des Landes blockiert.“ Ein Land als gleichberechtigtes Mitglied in die EU aufnehmen zu wollen, das wie die Türkei ein Viertel seines Territoriums und damit 15 Millionen seiner Bürger immer weiter in die Verelendung treibe, wende sich gegen die demokratischen Prinzipien in der EU.
========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin ===================================================== Göttingen, den 9.12.2002=====
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