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ISSN 1610-0611
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TDF Eilaktion

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Frauen,

wir möchten Sie herzlich bitten, sich an zwei Unterschriftenaktionen zu beteiligen, die sich gegen unterschiedliche Menschenrechtsverletzungen an Frauen richten.

Die erste Unterschriftenaktion betrifft die systematische Vergewaltigung von Mädchen und Frauen verschiedener ethnischer Gruppierungen in Burma (Myanmar). Dieser Missbrauch wird von Seiten des burmesischen Militärs als Mittel der Kriegsführung u. a. gegen das Volk der Shan in Burma angewandt.
Im Juni diesen Jahres gab die Menschenrechtsorganisation Shan Women´s Action Network (SWAN) einen umfassenden Bericht heraus, in dem Vergewaltigungen und andere Formen von sexueller Gewalt an 625 Mädchen und Frauen aufgelistet sind, die von Soldaten der burmesischen Armee im Shan Staat v. a. zwischen 1996 und 2001 in Burma begangen wurden. Die Dunkelziffer der begangenen Straftaten an Mädchen und Frauen wird allerdings sehr viel höher eingeschätzt.
Die burmesische Regierung bestreitet die Vorfälle jedoch und weist jegliche Anschuldigungen von sich.
Weitere Informationen zu dem Bericht "Lizenz zur Vergewaltigung" sowie zu der Lage der Shan in Burma können unter http://www.friends-of-shan.de abgefragt werden.

Die Burma-Initiative des Asienhauses Essen und TERRE DES FEMMES haben diese Unterschriftensammlung initiiert. Die Unterschriften werden wir im Januar Sergio Pinhero, dem UNO- Menschenrechtsbeauftragten für Burma, überreichen.

Die zweite Unterschriftenaktion betrifft die Steinigung von Amina Lawal in Nigeria, die aufgrund von Ehebruch angeklagt wurde, weil sie ein uneheliches Kind zur Welt gebracht hat.
Wir werden die Unterschriften voraussichtlich Ende Januar dem nigerianischen Botschafter in Bonn überreichen. (Wir haben bereits an die Städtegruppen und an Einzelpersonen die Unterschriftenlisten verteilt. Falls Sie sich schon an der Aktion beteiligt haben, ist dies natürlich kein erneuter Aufruf zur Beteiligung).

Zu den letzten Eilaktionen noch eine Rückmeldung: Die beiden jungen Frauen, die vor Genitalverstümmelung von der Elfenbeinküste nach Deutschland geflüchtet sind, dürfen vorerst in Deutschland bleiben. Die eine der beiden hat bereits ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht in Deutschland.
Frau Emini aus Mazedonien ist schließlich in ihr Heimatland zurückgekehrt, da sie den psychischen Druck des Wartens nicht mehr ausgehalten hat. Sie kämpft vor Ort weiterhin um das Sorgerecht für ihren Sohn.
In Bezug auf das Massaker in Algerien gibt es leider bisher wenige Neuigkeiten: Es fanden in Algerien bereits einige Verhandlungen statt, in denen auch einige der Täter mit Gefängnisstrafen belegt wurden, allerdings stehen für einen Großteil der Angeklagten die Verhandlungen noch aus.

-Vielen Dank für die große Beteiligung an den letzten Eilaktionen!!!



Ich möchte Sie bitten, mit uns gegen die Menschenrechtsverletzung an Frauen und Mädchen in Burma und Nigeria zu protestieren und Unterschriften zu sammeln. Die Unterschriftenlisten, die an uns zurückgeschickt werden sollen, sind im Anhang der E-Mail beigefügt.
Es wäre sehr hilfreich, wenn Sie die Unterschriftenlisten bis zum 25.01.2003 an TERRE DES FEMMES, Postfach 25 65, 72015 zurückschicken könnten.

Vielen herzlichen Dank für Ihre Mithilfe!

Ich wünsche Ihnen besinnliche Weihnachten und ein glückliches Jahr 2003!
Mit freundlichen Grüßen


Unterschriftenaktion_A._Lawal_ (pdf) [63 KB]

Unterschriftenaktion_Burma (pdf) [63 KB]


Myria Böhmecke
Referat Eilaktionen

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Mit freundlichen Grüßen

TERRE DES FEMMES e.V.
Eilaktion 6/2002
http://www.frauenrechte.de


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