Titel Hamburg Initiativen Hamburg-Termine Inland International Magazin Archiv Suchen
International:
International


Themen:
EU
  EP: Abtreibungen legal
Umwelt & Natur
Mensch & Tier
Report
Krieg & Frieden Menschen- u. Bürgerrechte
  IOM-Press (deutsch)
  IOM-Press (english)
  IMK
Presse- u. Informationsfreiheit
Initiativen
  IPPNW
  GfbV
  terre des hommes
  Amnesty
  attac
  DFG-VK
  Hilfe für Kinder
  Ärzte ohne Grenzen


Service:
Impressum
ISSN 1610-0611
Information
Intern
Newsletter
Archiv


Vor der China-Reise des Bundeskanzlers

Vor der China-Reise des Bundeskanzlers
Appell an Schröder: Setzen Sie sich in Peking
für die Freilassung der inhaftierten Uigurin
Rebiya Kadeer ein !

Bundeskanzler Gerhard Schröder soll sich bei der
chinesischen Regierung für die Freilassung der
inhaftierten uigurischen Unternehmerin Rebiya
Kadeer einsetzen. Diesen dringenden Appell hat
die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am
Freitag an den Bundeskanzler gerichtet. Schröder
wird am Sonntag zu Gesprächen in Peking
erwartet. Rebiya Kadeer, Mutter von elf Kindern,
ist herzkrank. Sie ist im März 2000 wegen des
„Verrats von Staatsgeheimnissen“ zu acht Jahren
Gefängnis verurteilt worden. „Doch die 56-
Jährige hat nichts anderes getan als US-
Menschenrechtsbeobachtern Zeitungsartikel zu
übergeben, die jeder frei erwerben konnte“, hieß
es in dem GfbV-Schreiben an Schröder. Unter den
rund sieben Millionen muslimischen Uiguren im
Nordwesten Chinas sei Rebiya Kadeer bekannt und
beliebt. Denn sie habe nach ihrer Traumkarriere
von der einfachen Wäscherin zur Millionärin
zugunsten von Frauen und Kindern mehrere
Wohlfahrtsprojekte finanziert.

Rebiya Kadeer habe China 1995 noch offiziell bei
der Welt-Frauen-Konferenz vertreten, berichtete
die GfbV. Als ihr Ehemann 1996 in den USA Asyl
beantragte, hätten die chinesischen Behörden sie
aufgefordert, sich scheiden zu lassen. Sie habe
sich jedoch geweigert und deshalb ihr
Parlamentsmandat verloren. 1999 wurde sie
verhaftet.

In Ostturkestan, das von China zur Autonomen
Provinz Xinjiang erklärt wurde, seien
willkürliche Verhaftungen an der Tagesordnung,
kritisierte die GfbV. Auch wer sich friedlich
für den Erhalt der eigenen traditionellen Kultur
engagiert, laufe Gefahr, als „Terrorist“
kriminalisiert zu werden. Die Bevölkerung werde
durch öffentliche Schauprozesse und
Massenhinrichtungen eingeschüchtert. Mehr als
500 aus politischen Gründen inhaftierte Uiguren
wurden seit 1997 in China hingerichtet.



=========================================================
Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Göttingen/Berlin, den 27.12.2002
==========================================================


nach oben

--

< zurück --vorwärts > ↑ nach oben

China / Kanzlerreise