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Vor der China-Reise des Bundeskanzlers
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Vor der China-Reise des Bundeskanzlers Appell an Schröder: Setzen Sie sich in Peking für die Freilassung der inhaftierten Uigurin Rebiya Kadeer ein !
Bundeskanzler Gerhard Schröder soll sich bei der chinesischen Regierung für die Freilassung der inhaftierten uigurischen Unternehmerin Rebiya Kadeer einsetzen. Diesen dringenden Appell hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag an den Bundeskanzler gerichtet. Schröder wird am Sonntag zu Gesprächen in Peking erwartet. Rebiya Kadeer, Mutter von elf Kindern, ist herzkrank. Sie ist im März 2000 wegen des „Verrats von Staatsgeheimnissen“ zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. „Doch die 56- Jährige hat nichts anderes getan als US- Menschenrechtsbeobachtern Zeitungsartikel zu übergeben, die jeder frei erwerben konnte“, hieß es in dem GfbV-Schreiben an Schröder. Unter den rund sieben Millionen muslimischen Uiguren im Nordwesten Chinas sei Rebiya Kadeer bekannt und beliebt. Denn sie habe nach ihrer Traumkarriere von der einfachen Wäscherin zur Millionärin zugunsten von Frauen und Kindern mehrere Wohlfahrtsprojekte finanziert.
Rebiya Kadeer habe China 1995 noch offiziell bei der Welt-Frauen-Konferenz vertreten, berichtete die GfbV. Als ihr Ehemann 1996 in den USA Asyl beantragte, hätten die chinesischen Behörden sie aufgefordert, sich scheiden zu lassen. Sie habe sich jedoch geweigert und deshalb ihr Parlamentsmandat verloren. 1999 wurde sie verhaftet.
In Ostturkestan, das von China zur Autonomen Provinz Xinjiang erklärt wurde, seien willkürliche Verhaftungen an der Tagesordnung, kritisierte die GfbV. Auch wer sich friedlich für den Erhalt der eigenen traditionellen Kultur engagiert, laufe Gefahr, als „Terrorist“ kriminalisiert zu werden. Die Bevölkerung werde durch öffentliche Schauprozesse und Massenhinrichtungen eingeschüchtert. Mehr als 500 aus politischen Gründen inhaftierte Uiguren wurden seit 1997 in China hingerichtet.
========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Göttingen/Berlin, den 27.12.2002 ==========================================================
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China / Kanzlerreise
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