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CITES - Wichtige Arten über der Ziellinie
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CITES - Wichtige Arten über der Ziellinie
WWF zieht Fazit: Erfolge für Wale, Mahagoni, Seepferdchen und Schildkröten - gedämpfte Freude über Zukunft der Elefanten - herbe Schlappe für Seehechte und Haie
Frankfurt a. M./Santiago de Chile, 15.11.2002: Zwei Wochen lang haben die Delegierten der Weltartenschutzkonferenz CITES in Chile hart um rund 100 verschiedene Anträge zu bedrohten Tier- und Pflanzenarten gerungen. Der WWF, beratend vor Ort tätig, begrüßt die meisten Ergebnisse - allen voran die Aufrechterhaltung des Handelsverbots für Walprodukte. Entsprechende Anträge Japans, den Handel mit dem Fleisch von Brydes- und Minkwalen wieder zuzulassen, lehnten die Konferenzteilnehmer mit deutlicher Mehrheit ab. Außerdem freuten sich die Umweltschützer darüber, dass ihre Empfehlungen zum Schutz afrikanischer und asiatischer Elefanten aufgenommen wurden. Elfenbein aus legalen Quellen darf erst ab 2004 und nur unter strengsten Auflagen gehandelt werden, die Erlöse sollen in Naturschutzprojekte in den betreffenden Ländern fließen. „Auch wenn der Artenschutz nicht als haushoher Sieger vom Platz geht, freut sich der WWF über die errungenen Erfolge“, bewertet WWF-Experte Volker Homes -! für den WWF vor Ort - die Konferenz. Einen dicken Wermutstropfen mussten die Umweltschützer im Laufe des Konferenz-Marathons schlucken: Die Entscheidungen, den Handel mit den durch räuberische Fischereimethoden bedrohten Schwarzen Seehechten, Riesen- und Walhaien nicht einzuschränken, kritisiert Volker Homes: „Wie die Delegierten hier insgesamt über die Meerestiere abgestimmt haben, grenzt an unterlassener Hilfeleistung!“
Die WWF-Berater vor Ort freuten sich über die Erfolge ihrer Lobbyarbeit zum Schutz des Mahagoni-Baums, der asiatischen Großkatzen, Schildkröten und der Seepferdchen. „Vom gigantischen Urwald-Baum bis zum feenhaften Unterwasserwesen - die Artenschutzkonferenz hat gezeigt, in welchem Umfang sie positiv eingreifen kann“, so Volker Homes. „Seit zehn Jahren arbeiten wir daran, dass Mahagoni unter Schutz gestellt wird. Jetzt ist es endlich passiert!“ Das Ergebnis sei nicht nur ein Sieg für den Mahagoni, sondern für die lateinamerikanischen Tropenwälder insgesamt. In deren Ökosystem spielt der wertvolle Baum eine Schlüsselrolle. In Mittelamerika ist die Art bereits fast verschwunden, in Brasilien werden annähernd 80 Prozent illegal gefällt. Auch der Handel mit Mahagoni wird künftig strengen Regulierungen unterstellt. Nur so kann nach Meinung des WWF dem Schmuggel und illegalem Holzeinschlag ein Riegel vorgeschoben werden. Importeure und Konsumenten können sich künftig darauf verla! ssen, dass das erworbene Mahagoni-Holz nicht aus illegalen Quellen stammt.
Ein weiterer wesentlicher Erfolg konnte für die Seepferdchen erzielt werden: Sie gelten als wirtschaftlich relevant und sind die ersten Meeresfische, die durch das Artenschutzabkommen als überfischt und schützenswert eingestuft werden. Mehr als 16 Millionen Seepferdchen werden jedes Jahr vor allem für die asiatische Medizin und für die Haltung in Aquarien gefangen. Der WWF hatte im Vorfeld der Konferenz gefordert, dass die Regierungen auch den Handel mit verschiedenen anderen Meeresfischarten wie Seehechte, Wal- und Riesenhaie und den in Korallenriffen lebenden Napoleonsfischen rigoros einschränken. Doch nur im Fall der Seepferdchen waren die Bemühungen von Erfolg gekrönt. „Leider haben unsere Anstrengungen zum Schutz bedrohter Fische nicht gefruchtet aber vielleicht war einfach nicht mehr drin. Die europäische Fischereilobby hat sich durchgesetzt. Dass man sich hier in Chile nicht zu Handelskontrollen durchringen konnte, ist für eine reiche Region wie die EU ein echtes Ar! mutszeugnis“, zieht Volker Homes ein Fazit der Verhandlungen.
WWF Deutschland Rebstöcker Straße 55 60326 Frankfurt 15.11.2002
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CITES: Den Haien geht es an den Kragen
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