26. Juli 2002 Arktisprogramm des WWF macht Informationen für Wal-Touristen online verfügbar
Einmal einen Wal auf offenem Meer sehen die Faszination dieses Naturerlebnisses ist größer denn je: Mehr als 9 Millionen Touristen gingen im Jahr 2000 auf Walbeobachtungstour und setzten fast eine Milliarde Euro um. Aber woher wissen all die Reisenden, wann Blauwale oder Finnwale zu beobachten sind? Und in welches Land muss man eigentlich fahren, um Pottwale oder Orcas zu sehen?
Ab sofort beantwortet der WWF diese und ähnliche Fragen im Internet. Hier gelangen potenzielle Whale Watcher zum WWF-Arktisprogramm, das alles Wissenswerte rund um Wale und Walbeobachtungen in der Arktis in englischer Sprache online zur Verfügung stellt (direkt: http://www.grida.no/wwfap/whalewatching/). Die neue Internet-Seite des WWF-Arktisprogramm, bietet einen aktuellen Überblick in englischer Sprache über die Walarten und -beobachtungszeiträume für die Länder Norwegen, Island, Alaska, Grönland und Kanada. Sie empfiehlt außerdem Veranstalter, die Whale Watching-Touren nach den Richtlinien der Internationalen Walfang Kommission IWC anbieten. Die Seite konzentriert sich auf Walbeobachtung in der Arktis, da sie die Region auf der Nordhalbkugel ist, in der die meisten der großen Walarten beobachtet werden können.
Der WWF Deutschland hat den Aufbau dieses Onlineangebots maßgeblich gefördert. Artenschutzexperte Volker Homes: „Unsere Überzeugung ist es, dass den klassischen Walfangnationen wie Norwegen und Island viel mehr geholfen ist, wenn sie den Waltourismus ausbauen, anstatt die Tiere zu töten und zu essen.“ So habe zum Beispiel Island, einst eine der führenden Walfangnationen, den Waltourismus als Wachstumsmarkt bereits erkannt: Während dort im Jahr 1991 nur etwa 100 Personen auf Walbeobachtung gingen, waren es 1998 bereits mehr als 30.000.
Volker Homes, Artenschutz/TRAFFIC beim WWF, Jenni Glaser, Pressestelle WWF
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