Titel Hamburg Initiativen Hamburg-Termine Inland International Magazin Archiv Suchen
International:
International


Themen:
EU
  EP: Abtreibungen legal
Umwelt & Natur
Mensch & Tier
Report
Krieg & Frieden • Menschen- u. Bürgerrechte
  IOM-Press (deutsch)
  IOM-Press (english)
  IMK
Presse- u. Informationsfreiheit
Initiativen
  IPPNW
  GfbV
  terre des hommes
  Amnesty
  attac
  DFG-VK
  Hilfe für Kinder
  Ärzte ohne Grenzen


Service:
Impressum
ISSN 1610-0611
Information
Intern
Newsletter
Archiv


ROG bezweifelt Vorwürfe gegen Sergei Duvanov

Kasachstan
Reporter ohne Grenzen bezweifelt Vorwürfe gegen Sergei Duvanov

Reporter ohne Grenzen äußert erhebliche Zweifel an den Anschuldigungen
gegen den Journalisten Sergei Duvanov in Kasachstan und fordert eindeutige
Beweise.

Duvanov ist Chefredakteur des Magazins Bulletin, das von dem
Internationalen Büro für Menschenrechte in Kasachstan herausgegeben wird.
Der bekannte Regimekritiker wurde am Montag mit der Begründung verhaftet,
eine 14-Jährige vergewaltigt zu haben.

"Wir bezweifeln die Sergei Duvanov zur Last gelegte Vergewaltigung, da er
bereits in der Vergangenheit immer wieder Zielscheibe von staatlichen
Schikanen war und auch angesichts der schlechten Situation der
Pressefreiheit in Kasachstan", schreibt Robert Ménard, Generalsekretär von
Reporter ohne Grenzen, in einem Brief an den Justizminister Georgij Kim.
"Wenn Sie nicht unwiderlegbare Beweise für Duvanovs Schuld vorlegen, gehen
wir davon aus, dass es sich um einen weiteren Fall der Einschüchterung von
oppositionellen Journalisten in Ihrem Land handelt", äußert sich Ménard
weiter.

Reporter ohne Grenzen stand in regelmäßigem Kontakt mit Duvanov. Erst im
Juli diesen Jahres hatten sich Vertreter einer Untersuchungsmission der
internationalen Menschenrechtsorganisation zur Verteidigung der
Pressefreiheit mit dem Journalisten in Kasachstan getroffen. Duvanov
beschrieb damals detailliert die Einschüchterungsversuche und die
Schikanen, denen er durch die Behörden in seinem Land ausgesetzt war.
Damals sagte er: "Ich bin noch frei und gesund, aber das könnte sich schon
bald ändern." Er befürchtete bereits, dass ihm Drogen oder sexuelle Delikte
angelastet werden könnten. Die Behauptung, oppositionelle Politiker seien
in Skandale verstrickt, ist laut Menschenrechtsorganisationen und
Journalisten ein Mittel des dortigen Geheimdienstes, um Kritiker
einzuschüchtern und zu diskreditieren.

Sergei Duvanov gehört zu den wenigen kritischen Journalisten in Kasachstan,
die der Regierung Angriffe auf unabhängige Medien und oppositionelle
Gruppen öffentlich vorwerfen. Dies brachte ihm bereits ein
Gerichtsverfahren wegen Beleidigung des Präsidenten Nursultan Nasarbajew
ein. Am 28. August wurde er von Unbekannten angegriffen und schwer verletzt.
Reporter ohne Grenzen
Skalitzer Straße 101, 10997 Berlin
Berlin, 29. Oktober 2002


nach oben

--

< zurück --vorwärts > ↑ nach oben

Suchmaschine "nationalisiert" ihre Ergebnisse | "Schwarzes Loch" in Spaniens Internet