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ROG: Internationaler Tag der Menschenrechte

Zum 10. Dezember: Internationaler Tag der Menschenrechte
Reporter ohne Grenzen verleiht Menschenrechtspreis in Paris

Am Dienstag, den 10. Dezember erhält wieder eine Journalistin oder ein
Journalist den Menschenrechtspreis von Reporter ohne Grenzen. Geehrt werden
Kolleginnen und Kollegen, die sich unter schwierigen Bedingungen besonders
um die Pressefreiheit in ihrem Land verdient gemacht haben. Der Preis ist
mit 7.600 Euro dotiert.

Die feierliche Preisverleihung findet statt:
Am Dienstag, 10. Dezember ab 8.45 Uhr
im Espace EDF Electra, 6 rue Récamier, 75007 Paris

ACHTUNG: Akkreditierung erforderlich!
(Unter Angabe von Name, Medium, Kontaktadresse, E-Mail, Tel./Fax.)

Kontakt:
Reporter ohne Grenzen
Sabina Strunk
presse@reporter-ohne-grenzen.de
Fon: +49 (0) 30 615 85 85
Fax:+49 (0) 30 614 56 49



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Der Menschenrechtspreis von Reporter ohne Grenzen

Reporter ohne Grenzen und die Fondation de France verleihen seit 1992
jährlich einen Menschenrechtspreis. Geehrt werden Journalistinnen oder
Journalisten, die sich in besonderer Weise um die Pressefreiheit in ihrem
Land verdient gemacht haben. Der Jury gehören 30 Mitglieder aus 21 Ländern
an, darunter aus Deutschland: Manfred Bissinger, Sabine Christiansen und
Michael Rediske.

Die Bekanntgabe des Preisträgers erfolgt am 10. Dezember um 8.45 Uhr.
In diesem Jahr sind folgende Journalistinnen und Journalisten nominiert:
Michèle Montas (Haiti): Die Frau des am 3. April 2000 ermordeten, bekannten
Radio-Journalisten Jean Dominique managt seit seinem Tod die Radiostation
Haiti Inter selbst und engagiert sich Kampf gegen die Straflosigkeit.

Miroslava Gongadse (Ukraine): Im September 2000 verschwand Miroslavas Mann
Georgij, Herausgeber der Online-Zeitung www.pravda.com.ua, spurlos. Monate
später fand man seine enthauptete Leiche. Miroslava, die sich für die
lückenlose Aufklärung des Mordes einsetzt, genießt heute politisches Asyl
in den USA. Sie arbeitet für Radio Free Europe in Washington.

Grigorij Pasko (Russland): Der Journalist und Offizier sitzt seit Dezember
2001 für dieselbe Sache hinter Gittern, für die er schon 1997 und 1998
einsaß. Den Militärs missfiel, dass sein Film über die Verklappung
radioaktiver und chemischer Abfälle durch die russische Marine ins
Japanische Meer im japanischen Fernsehen gezeigt wurde.

Bernardo Arévalo Padrón (Kuba): Der Gründer der kleinen privaten
Presseagentur wurde 1997 zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Padrón hatte
in einem Radiointerview Fidel Castro und den Vizepräsidenten Kubas
beschuldigt, sich nicht an die vereinbarten demokratischen Regeln des
Ibero-Amerikanischen Gipfels zu halten und sie als Lügner bezeichnet.

Gao Qinrong (China): Gao Qinrong wurde 1999 zu 13 Jahren Haft verurteilt.
Er hatte Korruption und Missmanagement bei einem prestigeträchtigen
Bewässerungsprojekt in der Shanxi Provinz aufgedeckt. Durch die Haft ist
Gao Qinrong moralisch und physisch total erschöpft.
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Reporter ohne Grenzen ist eine unabhängige internationale
Menschenrechtsorganisation. Sie verteidigt das Recht, zu informieren und
informiert zu werden. Sie unterstützt zensierte Medien und setzt sich für
bedrohte, misshandelte und inhaftierte Journalistinnen und Journalisten ein.
Reporter ohne Grenzen hat neun Sektionen in Europa (Österreich, Belgien,
Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Schweden, Schweiz und
Großbritannien) und Kontaktbüros in Abidjan, Bangkok, Buenos Aires,
Istanbul, Montreal, Moskau, Nairobi, New York, Tokoyo und Washington. Mehr
als 100 Korrespondenten arbeiten weltweit für die Organisation.


Sabina Strunk
Reporter ohne Grenzen
Berlin, 5. Dezember 2002
www.reporter-ohne-grenzen.de / www.rsf.org


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