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Umsetzung des Weltaltenplans: Gemeinsame Startegie
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Bundesministerin Bergmann begrüßt gemeinsame Strategie zur Umsetzung des Weltaltenplans
UNECE Ministerkonferenz schließt mit Unterzeichnung von 10 Verpflichtungen
Die Mitgliedstaaten der UN-Regionalkommission für Europa, Nordamerika und Zentralasien haben sich auf eine gemeinsame Regionale Implementierungsstrategie verständigt, mit der sie den Weltaltenplan von April 2002 in ihren Ländern umsetzen wollen. Sie verabschiedeten zum Abschluss der dreitägigen UNECE Ministerkonferenz zu Altersfragen in Berlin eine Politische Erklärung und eine Implementierungsstrategie. Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Christine Bergmann, die der UNECE Ministerkonferenz vorsitzt, begrüßt das Verhandlungsergebnis als wichtigen Schritt, um die Gesellschaften für die demographischen Herausforderungen zu rüsten.
Mit der Regionalen Implementierungsstrategie gehen die UNECE-Unterzeichnerstaaten 10 Verpflichtungen (Commitments) ein, die als Richtlinie für die jeweilige nationale Politik zur Bewältigung des demographischen Wandels dienen. Es geht u.a. darum, Altersfragen als Querschnittsaufgabe anzulegen, die Integration und Teilhabe älterer Menschen zu fördern und die sozialen Sicherungssysteme dem demographischen Wandel anzupassen. Die Arbeitsmärkte sollen auf die Konsequenzen der Alterung der Bevölkerung ausgerichtet werden, lebenslanges Lernen, die Gleichstellung der Geschlechter und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefördert werden. Pflegende und betreuende Familienangehörige sollen unterstützt und die Solidarität zwischen den Generationen gestärkt werden.
Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Christine Bergmann, hebt hervor: "Auf den demographischen Wandel, der alle unsere Gesellschaften erfassen und alle Bereiche durchdringen wird, können wir uns nicht früh genug einstellen. Ich begrüße sehr, dass sich die Länder der UNECE auf gemeinsame Zielvorstellungen geeinigt haben, wie wir unsere Gesellschaften 'fit für das Alter' gestalten."
Bundesministerin Bergmann betont, dass den internationalen Verpflichtungen nationale Anstrengungen folgen müssen. Hierbei hebt sie hervor: "Der Arbeitsmarkt muss älteren Menschen stärkere Teilhabe bieten als bisher. Qualifizierung durch lebenslanges Lernen auf der einen, Beschäftigungsförderung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf der anderen Seite sind wichtig. Das Bündnis für Arbeit und die Hartz-Kommission haben hier wertvolle Schritte eingeleitet. Die Rentenreform verbindet Sicherheit für die ältere Generation mit Verlässlichkeit für die jüngere Generation. Sie bietet - auch mit der Grundsicherung - einen wirksamen Schutz vor Altersarmut von Frauen. Zur eigenständigen Existenzsicherung insbesondere von Frauen trägt auch die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei. Außerdem ist eine weitere Verbesserung der Pflegesituation entscheidend, um hilfsbedürftigen Menschen ein Leben in Würde zu gewährleisten und pflegende Familienangehörige zu unterstützen. Die Bundesregierung wird deshalb ein Altenhilfestrukturgesetz für die ambulanten Dienste schaffen. Darüber hinaus ist wichtig, dass wir ein positives Bild des Alters vermitteln und älteren Menschen gesellschaftliche Teilhabe und Integration bieten - wir sind in der Arbeitswelt und im sozialen Miteinander auf die Erfahrung und das Wissen der älteren Menschen angewiesen."
Bundesministerin Bergmann kündigt an, einen Nationalen Aktionsplan zu erarbeiten, um den umfassenden Politikansatz in der Politik für und mit älteren Menschen fortzuführen. Der Aktionsplan soll Antworten auf die grundlegenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen geben, die durch den demographischen Wandel ausgelöst werden. Dabei werden die Themen Arbeitsmarkt, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, weitere Verbesserung der Pflegesituation, Fortentwicklung der sozialen Sicherungssysteme und Stärkung der Teilhabemöglichkeiten älterer Menschen zentrale Handlungsfelder sein. "Wir werden die gemeinsamen Beschlüsse dieser Ministerkonferenz zum Anlass nehmen, um in Deutschland unsere Anstrengungen zu verstärken. In wenigen Wochen beginnen wir mit der Arbeit an unserem Nationalen Aktionsplan."
Die UNECE Ministerkonferenz zu Altersfragen fand vom 11.-13. September 2002 in Berlin statt. Gastgeber der Konferenz war die Bundesregierung unter Federführung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die UNECE ist eine der fünf Regionalkommissionen der Vereinten Nationen; sie veranstaltet als erste Regionalkommission eine Ministerkonferenz zur Umsetzung des Weltaltenplan 2002. An der UNECE Ministerkonferenz nahmen rund 500 Delegierte aus 50 der 55 UNECE-Mitgliedstaaten teil; 27 der Delegationen wurden von den zuständigen Ressortministerinnen und -ministern geführt.
Die Regionale Implementierungsstrategie und die Politische Erklärung finden Sie unter www.mica2002.de
--------------------------------- Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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