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ISSN 1610-0611
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Umsetzung des Weltaltenplans: Gemeinsame Startegie


Bundesministerin Bergmann begrüßt gemeinsame Strategie zur Umsetzung
des Weltaltenplans

UNECE Ministerkonferenz schließt mit Unterzeichnung von 10
Verpflichtungen

Die Mitgliedstaaten der UN-Regionalkommission für Europa, Nordamerika
und Zentralasien haben sich auf eine gemeinsame Regionale
Implementierungsstrategie verständigt, mit der sie den Weltaltenplan
von April 2002 in ihren Ländern umsetzen wollen. Sie verabschiedeten
zum Abschluss der dreitägigen UNECE Ministerkonferenz zu Altersfragen
in Berlin eine Politische Erklärung und eine
Implementierungsstrategie. Die Bundesministerin für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend, Dr. Christine Bergmann, die der UNECE
Ministerkonferenz vorsitzt, begrüßt das Verhandlungsergebnis als
wichtigen Schritt, um die Gesellschaften für die demographischen
Herausforderungen zu rüsten.

Mit der Regionalen Implementierungsstrategie gehen die
UNECE-Unterzeichnerstaaten 10 Verpflichtungen (Commitments) ein, die
als Richtlinie für die jeweilige nationale Politik zur Bewältigung des
demographischen Wandels dienen. Es geht u.a. darum, Altersfragen als
Querschnittsaufgabe anzulegen, die Integration und Teilhabe älterer
Menschen zu fördern und die sozialen Sicherungssysteme dem
demographischen Wandel anzupassen. Die Arbeitsmärkte sollen auf die
Konsequenzen der Alterung der Bevölkerung ausgerichtet werden,
lebenslanges Lernen, die Gleichstellung der Geschlechter und die
Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefördert werden. Pflegende und
betreuende Familienangehörige sollen unterstützt und die Solidarität
zwischen den Generationen gestärkt werden.

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr.
Christine Bergmann, hebt hervor: "Auf den demographischen Wandel, der
alle unsere Gesellschaften erfassen und alle Bereiche durchdringen
wird, können wir uns nicht früh genug einstellen. Ich begrüße sehr,
dass sich die Länder der UNECE auf gemeinsame Zielvorstellungen
geeinigt haben, wie wir unsere Gesellschaften 'fit für das Alter'
gestalten."

Bundesministerin Bergmann betont, dass den internationalen
Verpflichtungen nationale Anstrengungen folgen müssen. Hierbei hebt
sie hervor: "Der Arbeitsmarkt muss älteren Menschen stärkere Teilhabe
bieten als bisher. Qualifizierung durch lebenslanges Lernen auf der
einen, Beschäftigungsförderung älterer Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer auf der anderen Seite sind wichtig. Das Bündnis für
Arbeit und die Hartz-Kommission haben hier wertvolle Schritte
eingeleitet. Die Rentenreform verbindet Sicherheit für die ältere
Generation mit Verlässlichkeit für die jüngere Generation. Sie bietet
- auch mit der Grundsicherung - einen wirksamen Schutz vor Altersarmut
von Frauen. Zur eigenständigen Existenzsicherung insbesondere von
Frauen trägt auch die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei.
Außerdem ist eine weitere Verbesserung der Pflegesituation
entscheidend, um hilfsbedürftigen Menschen ein Leben in Würde zu
gewährleisten und pflegende Familienangehörige zu unterstützen. Die
Bundesregierung wird deshalb ein Altenhilfestrukturgesetz für die
ambulanten Dienste schaffen. Darüber hinaus ist wichtig, dass wir ein
positives Bild des Alters vermitteln und älteren Menschen
gesellschaftliche Teilhabe und Integration bieten - wir sind in der
Arbeitswelt und im sozialen Miteinander auf die Erfahrung und das
Wissen der älteren Menschen angewiesen."

Bundesministerin Bergmann kündigt an, einen Nationalen Aktionsplan zu
erarbeiten, um den umfassenden Politikansatz in der Politik für und
mit älteren Menschen fortzuführen. Der Aktionsplan soll Antworten auf
die grundlegenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen
Veränderungen geben, die durch den demographischen Wandel ausgelöst
werden. Dabei werden die Themen Arbeitsmarkt, Vereinbarkeit von Beruf
und Familie, weitere Verbesserung der Pflegesituation, Fortentwicklung
der sozialen Sicherungssysteme und Stärkung der Teilhabemöglichkeiten
älterer Menschen zentrale Handlungsfelder sein. "Wir werden die
gemeinsamen Beschlüsse dieser Ministerkonferenz zum Anlass nehmen, um
in Deutschland unsere Anstrengungen zu verstärken. In wenigen Wochen
beginnen wir mit der Arbeit an unserem Nationalen Aktionsplan."

Die UNECE Ministerkonferenz zu Altersfragen fand vom 11.-13. September
2002 in Berlin statt. Gastgeber der Konferenz war die Bundesregierung
unter Federführung des Bundesministeriums für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend. Die UNECE ist eine der fünf Regionalkommissionen
der Vereinten Nationen; sie veranstaltet als erste Regionalkommission
eine Ministerkonferenz zur Umsetzung des Weltaltenplan 2002. An der
UNECE Ministerkonferenz nahmen rund 500 Delegierte aus 50 der 55
UNECE-Mitgliedstaaten teil; 27 der Delegationen wurden von den
zuständigen Ressortministerinnen und -ministern geführt.

Die Regionale Implementierungsstrategie und die Politische Erklärung
finden Sie unter www.mica2002.de

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Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend


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