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ISSN 1610-0611
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Greenpeace fordert von Oelkonzernen

finanzielle Soforthilfe !

Greenpeace fordert die grossen Mineraloelkonzerne heute vor dem Hintergrund der Unwetter und Hochwasserfluten in ganz Europa zur finanziellen Soforthilfe auf. Darueber hinaus sollen sich die Oelmultis ExxonMobil (Esso), Aral/BP, Shell und TotalFinaElf verpflichten, langfristig in den Ausbau der erneuerbaren Energien zu investieren. Die Konzerne erwirtschaften Milliardengewinne durch den Verkauf von Oel, dessen Verbrennung den Treibhauseffekt verstaerkt und das Klima veraendert.



"Sintflutartige Regenfaelle, Hagelstuerme und Orkane, wie wir sie in diesen Wochen erleben, sind Folgen der rasanten Klimaerwaermung. Die Betroffenen werden mit den Schaeden alleine gelassen", erklaert Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid. "Die Oelkonzerne, allen voran der weltweit groesste Oelmulti Esso, sind dafuer mitverantwortlich. Den Milliardengewinnen durch den Verkauf von Oel stehen Milliarden an Schaeden durch klimabedingte Unwetter gegenueber. Die Oelindustrie muss sich spuerbar am Klimaschutz beteiligen."



Die Oelkonzerne sollen sich verpflichten, bis zum Jahr 2012 mindestens fuenf Prozent der von ihnen verantworteten Treibhausgase zu verringern, indem sie in den Ausbau der erneuerbaren Energien investieren. Dafuer muessten ExxonMobil (Esso), Aral/BP, Shell und TotalFinaElf nach einer Studie des Wuppertal-Instituts in diesem Zeitraum 70 Milliarden Euro aufbringen.



Schwere Vorwuerfe erhebt Greenpeace besonderes gegen den Oelmulti Esso. Dieser bestreitet noch immer, dass die Verbrennung von Oel, Kohle und Gas zum Klimawandel beitraegt. Mehr als andere Firmen torpediert der Oelmulti alle internationalen Bemuehungen, den Klimawandel unter Kontrolle zu bringen. Er nahm wesentlichen Einfluss auf die US-Regierung, die das Klimaschutzprotokoll von Kyoto ablehnt. Esso investiert auch nicht wie andere Oelkonzerne in erneuerbare Energien, sondern konzentriert sich ausschliesslich auf das Oelgeschaeft.



Insgesamt investieren der Oel-Konzern Esso bzw. seine Muttergesellschaft ExxonMobil weltweit jaehrlich knapp zehn Milliarden US-Dollar in die Suche und Ausbeutung neuer Erdoel- und Erdgasvorkommen.



Auf dem UN-Gipfel fuer Umwelt und Entwicklung muss sich die Bundesregierung dafuer einsetzen, dass kuenftig Grosskonzerne weltweit fuer ihre Umweltverbrechen zur Verantwortung gezogen werden koennen. Greenpeace fordert eine globale Rahmenvereinbarung fuer ein Umwelthaftungsrecht bis 2005. Der UN-Gipfel findet vom 26.8. bis 4.9.2002 in Johannesburg/Suedafrika statt, ueber 170 Teilnehmerstaaten werden erwartet.



Karsten Smid,
Pressesprecherin Carmen Ulmen,

Internet:
www.stoppesso.de oder www.greenpeace.de


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