Titel Hamburg Initiativen Hamburg-Termine Inland International Magazin Archiv Suchen
International:
International


Themen:
EU
  EP: Abtreibungen legal
Umwelt & Natur
Mensch & Tier
Report
Krieg & Frieden • Menschen- u. Bürgerrechte
  IOM-Press (deutsch)
  IOM-Press (english)
  IMK
Presse- u. Informationsfreiheit
Initiativen
  IPPNW
  GfbV
  terre des hommes
  Amnesty
  attac
  DFG-VK
  Hilfe für Kinder
  Ärzte ohne Grenzen


Service:
Impressum
ISSN 1610-0611
Information
Intern
Newsletter
Archiv


Gut für Mensch und Regenwald

"Erfolgsbilanz nach einem Jahr - Public-Private-Partnership-Projekt in Guatemala"

Ausgeklügelte Anbaumethoden - Gut für Mensch und Regenwald

Eschborn, 9. September 2002. Guatemala hieß einst "das Land der großen grünen Bäume". Doch das sensible Ökosystem ist in Gefahr. Der Baumbestand des Landes ist stark zurückgegangen. Armut, Bevölkerungswachstum und ländliche Misswirtschaft bedrohen die reiche Tier- und Pflanzenwelt und damit auch die Lebensgrundlage der Menschen. Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH und die Bayer AG arbeiten in der Region Las Vera Paz seit einem Jahr zusammen, um mit angepasster Landwirtschaft die einzigartige Natur zu schützen und gleichzeitig die Einkommen der Bäuerinnen und Bauern zu steigern.
Las Vera Paz liegt im grünen Herzen von Guatemala. Die Mehrheit der Bevölkerung in Las Vera Paz lebt am Existenzminimum. Mit traditioneller Brandrodung erschließen die Bauern immer neue Flächen für die Landwirtschaft und drängen in bislang unberührte Waldregionen vor. Doch der Boden verliert ohne den Schutz der Bäume schnell an Qualität. Düngemittel und Pestizide allein helfen nicht weiter. Im Gegenteil, in vielen Fällen führt deren unsachgemäße Verwendung zu hoher Belastung der Feldfrüchte und des Bodens.GTZ und Bayer weisen jetzt gemeinsam einen Weg aus der Misere. Im Rahmen eines Public-Private-Partnership- Projektes (PPP) unterstützen sie in Las Vera Paz rund 3000 Bauernfamilien bei der Verbesserung ihrer landwirtschaftlichen Anbaumethoden. Ziel ist es, die Erträge zu steigern und gleichzeitig die Umwelt zu schützen. Bereits nach dem ersten Jahr sind erhebliche Erfolge zu verzeichnen. Die Erträge der Erdnussproduktion konnten verdreifacht werden. Damit hat sich nicht nur das Einkommen der Bauernfamilien verbessert, sondern auch die Qualität ihrer Nahrung. Auch Tomaten - einst Verkaufsschlager der Region, aber aufgrund von Schädlingsbefall jahrelang nicht kultiviert - können inzwischen wieder geerntet werden.
Ausgeklügelte Anbaumethoden, die Diversifizierung der Produkte und der kontrollierte Einsatz von Pflanzenschutzmittel bringen die Landwirtschaft wieder in Einklang mit der Natur. 50 einheimische Ausbilder, unterstützt von vier Experten aus Deutschland, schulen die Bäuerinnen und Bauern in den Methoden der integrierten Landwirtschaft wie Fruchtfolgewechsel, Sorten-Mix, biologischer und mechanischer Pflanzenschutz. Dass auch die Frauen in Training und Entscheidungen mit einbezogen werden, ist in Las Vera Paz neu, aber wichtig für das Gelingen des Projektes. Ebenso sind die Kinder Hoffnungsträger für den ressourcenschonenden Umgang mit der Natur und zukunftsfähige Wirtschaftsweisen. Sie können im Gegensatz zu ihren Eltern lesen und schreiben und lernen durch die Projektmitarbeiter in der Schule über Umweltschutz.
Um die Wirkung des Projektes auszuweiten und in weiteren Teilen des Landes die Anbaumethoden umzustellen, wurden 15 verschiedene private und öffentliche Organisationen mit eingebunden: Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und internationale Geberorganisationen. Das PPP-Projekt von GTZ und der Bayer AG ist vorerst auf zwei Jahre angelegt.
Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH ist ein weltweit tätiges Bundesunternehmen für internationale Zusammenarbeit. Rund 11.000 Mitarbeiter/innen arbeiten in mehr als 120 Ländern daran, Entwicklung positiv zu gestalten. In Guatemala hat die GTZ im Auftrag der Bundesregierung seit dem Ende des Bürgerkrieges 1996 ihr Engagement verstärkt und leistet damit einen Beitrag zur Konsolidierung des Friedensprozesses.
Jörg Hilger
GTZ-Unternehmenskommunikation
Interne und Externe Kommunikation


nach oben

--

< zurück --vorwärts > ↑ nach oben

Mit den Bäumen stirbt der Affe | Montrealer Protokoll - Eine Erfolgsgeschichte