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Mit den Bäumen stirbt der Affe

Mit den Bäumen stirbt der Affe
WWF unterstützt weltweit größtes Regenwaldschutzgebiet in Brasilien

Frankfurt a. M., 03.09.02 - Der WWF begrüßt den Aufbau des größten Regenwaldschutzgebiets der Welt, des Tumucumaque Nationalparks in Brasilien. Die internationale Naturschutzorganisation fördert das Projekt mit rund einer Million Euro und bewahrt damit den Bergwald am nördlichen Rand des Amazonasbeckens vor der fortschreitenden Abholzung. Zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten wie zum Beispiel dem vom Aussterben bedrohten Geoffroy Klammeraffen bietet das Gebiet Schutz und Nahrung.

„Hier entsteht eine Schatzkammer der Artenvielfalt fast so groß wie die Schweiz. In einem der letzten intakten Regenwälder dieser Erde leben bedrohte
Klammeraffen genauso wie Jaguare, Faultiere, Süßwasserschildkröten und noch unbekannte Pflanzenarten“, erklärt Johannes Zahnen vom WWF Deutschland.

„Tumucumaque“ entstammt der indianischen Sprache und bedeutet „Felsen auf dem Berg“. Steile Granitfelsen durchsetzen den undurchdringlichen, hügeligen
Tropenwald. Um dieses einzigartige Gebiet mit seinen Pflanzen und Tieren vor illegalen Holzeinschlägen und Tierhandel zu schützen, müssen Wildhüter eingesetzt werden. Mit den Geldern des WWF werden erste Überwachungsposten errichtet, Boote gekauft, um das unwegsame Gelände ohne Straßen durchstreifen zu können, Funkanlagen und Radios installiert.

Viele Tierarten haben nur in großen zusammenhängenden Regenwaldgebieten eine Chance zu überleben. Freie Flächen, wie Schneisen von Holzeinschlägen,
können sie nicht überwinden und müssen verhungern. So schwingt sich zum Beispiel der Klammeraffe über weite Gebiete durch die Baumkronen, um Früchte zu sammeln. Pro Quadratmeter Regenwald leben nur sechs bis fünfzehn Klammeraffen. Bis zu zehn Meter überspringen sie mit Hilfe ihrer langen Arme und Beine und dem bis zu 90 Zentimeter langen Greifschwanz. Klammeraffen hängen kopfüber an ihrem Schwanz in den Bäumen, um in Ruhe die Gegend zu erkunden. Weibchen bauen lebende Brücken, über die Jungtiere gefahrlos größere Lücken überwinden können. Weil sie nur alle drei bis vier Jahre Junge zur Welt bringen und leicht zu jagen sind, hat die Abholzung des Regenwaldes bereits mehrere Klammeraffen-Arten in die Rote Liste der bedrohten Arten gedrängt.



WEITERE INFORMATIONEN:
http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/00564/index.html

KONTAKT:
Ulrike Bauer, Pressestelle WWF Deutschland, Tel.: 0 69/7 91 44-1 53, Fax: -1 16
Johannes Zahnen, Referent Forstwirtschaft beim WWF Deutschland, Tel.: 069/7 91 44-191

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WWF Deutschland
Rebstöcker Straße 55
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Tel.: 069/791 44 0
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