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ISSN 1610-0611
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Umlagefinanzierung notwendig

660 Jugendliche suchen noch immer einen Ausbildungsplatz
Umlagefinanzierung notwendiger denn je

Das Landesarbeitsamt Nord hat seinen Abschluss des laufenden
Ausbildungsjahrs vorgelegt: Danach waren am 30.09. noch 660 Jugendliche in
Hamburg ohne Ausbildungsplatz, ganze 100 Stellen waren noch unbesetzt.
"Allen voreiligen Informationen der Handelskammer zum Trotz ist die Anzahl
der Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz im Vergleich zum Vorjahr um 200
gestiegen. Die Pressearbeit der Kammer war eine reine
Verschleierungstaktik", kritisiert DGB-Jugendsekretär Olaf Schwede (22).
Nach Angaben des Arbeitsamtes haben in diesem Jahr 600 Jugendliche mehr als
im Vorjahr einen Ausbildungsplatz gesucht. Gleichzeitig ist das Angebot an
betrieblichen Ausbildungsplätzen um 1100 zurückgegangen.
Das Fazit der Gewerkschaftsjugend fällt damit ernüchternd aus.
Schwede: "Deutlich mehr Jugendliche als im Vorjahr haben sich auf Grund der
schlechten Ausbildungssituation für weiterführende Schulen oder andere
staatliche Angebote entschieden. Damit trifft der Mangel an
Ausbildungsbereitschaft bei den Hamburger Betrieben direkt den Hamburger
Haushalt." Die Hamburger Gewerkschaftsjugend geht davon aus, dass real
mehrere Tausend betriebliche Ausbildungsplätze fehlen. "Wenn am Ende des
Jahres die Statistik bereinigt ist, wird dies der Verdienst des Arbeitsamtes
und der Schulen sein. Das Ausbildungsproblem ist damit aber wieder nur auf
das nächste Jahr vertagt worden."

Hamburg ist bundesweites Schlusslicht bei der Ausbildungsbereitschaft der
Betriebe. Der Anteil der ausbildenden Betriebe sinkt 2003 weiter. Der Anteil
der Betriebe, die ausbilden, lag zuletzt bei 16%. Bezogen auf die ca.
105.000 Mitgliedsunternehmen der Handelskammer Hamburg liegt die
Ausbildungsquote nach einer Erhebung vom Herbst 2000 bei nur 3,27%.

DGB und DGB-Jugend fordern deshalb seit Jahren eine Ausbildungsplatzabgabe,
um ausbildende Betriebe finanziell zu entlasten. "Ausbildung darf kein
Wettbewerbsnachteil sein", so Olaf Schwede: "Wer nicht bereit ist, hier
umzusteuern, spielt mit der Zukunft der Jugendlichen." Am 07.10. hat der
DGB-Bundesvorstand ein aktualisiertes und überarbeitetes Modell zur
solidarischen Finanzierung der Berufsausbildung vorgelegt. Ziel ist es, ein
auswahlfähiges Angebot an Ausbildungsplätzen zu schaffen. "Jetzt ist die
Politik gefragt, dass Problem nachhaltig zu lösen," betont Olaf Schwede.





10.10.2003
DGB-Jugend Hamburg
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Claudia Falk
Öffentlichkeitsarbeit DGB Hamburg
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg
www.dgb-hamburg.de


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