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ISSN 1610-0611
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Stiftung Berufliche Schulen

DGB Hamburg zur Stiftung Berufliche Schulen

Erhard Pumm, Vorsitzender DGB Hamburg, erklärt zur Überführung der Hamburger Beruflichen Schulen in eine Stiftung:

"Die Entscheidung der Schulbehörde, die Beruflichen Schulen in eine Stiftung
zu überführen, hält der DGB für falsch. Dadurch wird die Einflussnahme der
Wirtschaft auf den schulischen Teil der Ausbildung ausgeweitet, und das
führt zur Konzentration auf das betriebliche Interesse. Die Stärkung der
Allgemeinbildung, die junge Leute so dringend benötigen, gerät dabei ins
Hintertreffen, was sich negativ auf die Zukunftschancen der jungen
Arbeitnehmer/innen auswirken wird.

Die unmittelbar Beteiligten - Berufsschullehrer und Ausbildungsbetriebe -
haben sich während der Workshops, die für die Reform agitieren sollten,
mehrheitlich gegen eine Stiftung ausgesprochen. Doch dieses Votum wurde von
Senator Lange schlichtweg ignoriert. Er hat es bisher auch nicht für nötig
gehalten zu erläutern, worin er den inhaltlichen Reformbedarf sieht. Ihm ist
es vielmehr um die Änderung der Strukturen gegangen, die der Wirtschaft
entgegen kommt.
Einzig erfreulich ist, dass alle 48 Schulen erhalten bleiben und nicht in
riesigen Zentren zusammen gefasst werden sollen.

Die Behauptung der Kammern, dass durch diese Reform deutlich mehr
Ausbildungsplätze entstehen würden, wird sich aus DGB-Sicht als Seifenblase
erweisen. Schließlich muss die Stiftung mit weniger Mitteln für die
schulische Berufsbildung auskommen. Und auf das Wohlwollen einzelner
Unternehmen zu hoffen, die hie und da mal ein paar Bücher spenden, ist keine
seriöse Grundlage.

Senator Lange steht offensichtlich so stark unter politischem Druck, dass er
in seiner Panik die Wirtschaftslobby auf seine Seite zu ziehen versucht, um
überhaupt noch irgendwo einen Rückhalt zu finden. Doch dabei verkauft er die
Interessen der Auszubildenden.

Die Umsetzung der sogenannten Reform wird weiterhin auf den Widerstand der
Bildungspolitiker, Berufsschullehrer und auch Gewerkschaften stoßen, die die
langfristigen Belange der Auszubildenden im Auge behalten.

Am 20. November werden die Gewerkschaften dem Senat die Unterschriften der
erfolgreich verlaufenen Volksinitiative "Bildung ist keine Ware" überreichen
- auch diese Aktion wird Druck auf Senator Lange erhöhen."





31.10. 2003
Claudia Falk
Öffentlichkeitsarbeit DGB Hamburg
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg
www.dgb-hamburg.de


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