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ISSN 1610-0611
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Kontaktsperre für Gefangene

dju-Hamburg protestiert gegen Kontaktsperre für Gefangene im Hamburger Strafvollzug

Erneut hat die Hamburger Justizbehörde einem namentlich bekannten Journalisten den Kontakt zu einem Inhaftierten untersagt. Der Gefangene, der nach Verbüßung seiner Strafe ausgewiesen werden soll, sollte für ein NDR-Feature zum Thema „Misslungene Integration“ interviewt werden. Die Pressestelle der Justizbehörde blockierte dies. Die Anfrage wurde erst wochenlang verschleppt, dann wurden je nach Beteiligtem „organisatorische Hindernisse“, „Sicherheitsgründe“, am Ende gar vom neuen Pressesprecher Ingo Wolfram „Resozialisierungsgefährdung“ (sic!) gegen das Interviewbegehren ins Feld geführt.

Gegen die ungeheuerliche Praxis der Justizbehörde unter Senator Kusch, Gefangene mit fadenscheinigen Begründungen praktisch incommunicado zu halten, hat die dju-Hamburg bereits vor einem Jahr scharf protestiert, als ihr zwei ähnliche Fälle bekannt wurden. Die dju-Hamburg hält diese Praxis für grundrechtswidrig. Sie schränkt nicht nur die Persönlichkeitsrechte der Gefangenen unverhältnismäßig stark ein, sondern macht journalistisches Arbeiten unmöglich und bedroht so die Pressefreiheit. Ein Rechtsgutachten wird derzeit vorbereitet.



Hamburg, den 1.11.03
Fritz Gleiß
dju-Hamburg
Sprecher des Vorstands
Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union Hamburg in ver.di
Besenbinderhof 60
20095 Hamburg
www.dju-hamburg.de
Harkortstr. 42a - 22765 Hamburg


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