Titel Hamburg Initiativen Hamburg-Termine Inland International Magazin Kleinanzeigen Archiv Suchen Info
Hamburg:
Hamburg und Region


Themen:
Soziales Bürgerrecht
  Kinder u. Jugend
  Flüchtlinge
  Bambule
  Irak Krieg
  Umwelt Gesundheit
Bildung Schule Beruf
Kultur
  Literatur
  Film
Datenschutz
Stadt-PR
  GAL
  SPD
  Regenbogen
  JuLis
  CDU
  Städt. Pressestellen


Service:
Archiv
Impressum
Information
Intern
ISSN 1610-0611
Newsletter


Kitachaos: Nicht kleckern - klotzen ist angesagt!

Die Finanzierungslücke im Kita-Gutscheinsystem ist öffentlich geworden- und ohne einen einzigen Gedanken an die verzweifelten Eltern zu verschwenden, wurde über deren Bedürfnisse hinweg ein totaler Ausgabestopp verfügt.

Das Kita-Gutscheinsystem ist in dem Bewusstsein geschaffen worden, Geld aus dem System heraus zu nehmen. Die Prioritätenliste, die scheinbar regeln sollte, wer vorrangig und wer nachrangig eine Bewilligung erhält, war von Anfang an so angelegt, dass bestimmte Elterngruppen für ihre Kinder keinen Platz mehr erhalten.

Das rächt sich nun. Senator Lange hat abgewirtschaftet. Auch mit der letzten Meldung versuchte seine Behörde eher zu verschleiern, wie ernst die Lage ist.

Mit einer an Scheinheiligkeit nicht zu übertreffender Dreistigkeit, meldete die staatliche Pressestelle , dass 4-Stunden-Scheine und Weiterbewilligungen weiterhin stattfinden. Dass es sich bei den Weiterbewilligungen auch nur um den 4-Stunden-Rechtsanspruch handelt, wurde nur verklausuliert mitgeteilt.

Dass aber alle Weiterbewilligungen, die über den Rechtsanspruch von 4-Stunden hinausgehen, nicht erteilt werden, wird verschwiegen.

Deswegen fordert die GEW den Senat und Herrn Bürgermeister von Beust auf, diesen Ausgabestopp sofort zurück zu nehmen.

Bürgermeister Ole von Beust hat ganz zu recht Angst um seine Wiederwahl.

Senator Lange wird das Bauernopfer für den von Männern dominierten Senat, der sich noch nie dem Thema Kinderbetreuung, Erziehung und Bildung in Kindertagesstätten angenommen hat.

Es entspricht immer noch dem Familienbild dieses Senats, dass Kindertagesstätten nur dadurch ihre Berechtigung erhalten, dass Eltern aufgrund vom Erwerbstätigkeit sich nicht um die Erziehung ihrer Kinder im vollem Umfang kümmern können.
Keine Rede davon , dass Kindertagesstätten Bildungseinrichtungen sind, keine Rede davon, dass alle Kinder die gleichen Bildungschancen haben müssen.

PISA- Studie, IGLU- Untersuchung und die OECD- Konferenzergebnisse bestätigten, wie wichtig der Besuch einer Kindertagesstätte für den weiteren Bildungserwerb von Kindern ist.

Kein Geld im Etat- bedeutet in Hamburg- kein Geld für Bildungsgerechtigkeit, kein Anspruch auf Bildung, Erziehung und Betreuung, wie es das Kinder- und Jugendhilfegesetz seit langem vorschreibt und es in den Kindertagesstätten täglich umgesetzt wird. Für Projekte wie neue Polizeiuniformen, Stützung großer Konzerne wie z.B. Blohm und Voß ist Geld vorhanden!

Dazu die GEW-Vorsitzende Dr. Stefanie Odenwald
„Schichten Sie Haushaltsmittel um, stoppen Sie den Umbau der beruflichen Schulen, das Geld das dadurch eingespart werden kann, gehört in den Kindertagesstättenbereich damit endlich ein für alle Kinder erreichbares Kita-Platz-Angebot in dieser Stadt vorhanden ist.“





Presseinformation
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Landesverband Hamburg
Nr. 52 /2003 vom 13. Nov. 2003



nach oben

--

< zurück --vorwärts > ↑ nach oben

Senat erfüllt die Kita-Rechtsansprüche nicht | "Lilja 4-ever"